<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Blog Kategorie: Coaching - hier findet ihr alles zu dem Thema</title>
	<atom:link href="https://www.judmaier.com/category/coaching-blog/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.judmaier.com/category/coaching-blog</link>
	<description>Coaching für Resilienz, Business und Life</description>
	<lastBuildDate>Wed, 07 Oct 2026 05:52:15 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.6</generator>

<image>
	<url>https://www.judmaier.com/wp-content/uploads/2026/05/Untitled-design-44.png</url>
	<title>Blog Kategorie: Coaching - hier findet ihr alles zu dem Thema</title>
	<link>https://www.judmaier.com/category/coaching-blog</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Co-Leitung: Lässt sich Führungsverantwortung wirklich teilen?</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/co-leitung-fuehrungsverantwortung-teilen.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching & Veränderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.judmaier.com/?p=4128</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zwei Personen, eine Führungsrolle: Co-Leitung entlastet, verbessert Entscheidungen und hält Talente – aber nur mit dem richtigen Matching. Was der ZHAW-Podcast über geteilte Führung zeigt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/co-leitung-fuehrungsverantwortung-teilen.html">Co-Leitung: Lässt sich Führungsverantwortung wirklich teilen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Führen ist heute ein komplexer Beruf. Wer eine Organisation oder ein Team leitet, ist längst nicht mehr nur „Chefin&#8220; oder „Chef&#8220;: Man entscheidet, gestaltet, entwickelt, begleitet Veränderungen, moderiert Konflikte, ermöglicht anderen etwas – oft alles am selben Tag. Und je höher man in der Hierarchie steigt, desto einsamer wird die Rolle. Der Kreis derjenigen, mit denen man offen und auf Augenhöhe sprechen kann, wird kleiner. Steigt dann noch der wirtschaftliche Druck, wächst der Druck auf die Führungsperson gleich mit.</p>

<p>Was, wenn man sich diese anspruchsvolle Arbeit teilen könnte – zu zweit, gleichberechtigt, mit geteilter Verantwortung? Genau darum geht es beim Führungsmodell der <strong>Co-Leitung</strong>. Für die einen ist es ein Zukunftsmodell, das entlastet und die Führungsqualität verbessert; für die anderen ein Konstrukt, das nur zusätzliche Probleme schafft. Der IAP-Podcast <strong><a href="https://podcasts.apple.com/ch/podcast/co-leitung-ist-f%C3%BChrungsverantwortung-teilbar/id1510320116?i=1000743776927">„Psychologie konkret&#8220;</a></strong> der <a href="https://www.zhaw.ch/de/psychologie/institute/iap">ZHAW</a> hat dem Thema eine ganze Folge gewidmet. Moderatorin Ellen Gundrum spricht darin mit dem Organisationspsychologen <strong>Dr. Michael Burtscher</strong>, der an der ZHAW zu Leadership und Teamwork forscht, ein Innosuisse-Projekt zur optimalen Besetzung von Co-Leitungen leitet – und selbst schon in Co-Leitung gearbeitet hat. Ich habe die zentralen Gedanken der Folge zusammengefasst und aus meiner Coaching-Perspektive eingeordnet.</p>

<h2>Warum Co-Leitungen häufiger werden</h2>

<p>Der Eindruck, dass geteilte Führung zunimmt, täuscht nicht. Burtscher verweist im Gespräch auf Zahlen: Eine internationale Studie aus dem Jahr 2023 zeigt, dass in knapp der Hälfte der untersuchten Unternehmen Co-Leitungen möglich sind und tatsächlich existieren. Auch mit Blick auf die Schweiz lässt sich der Trend an harten Daten festmachen – etwa an der Forschung zum <strong><a href="https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/hochschulen/hsw/pmo/forschung-und-dienstleistung/job-und-topsharing-schweiz">Topsharing</a></strong>, also der besonderen Variante, bei der sich zwei Personen eine Führungsposition in Teilzeit teilen. Hier ist über die letzten rund zehn Jahre ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.</p>

<p>Bemerkenswert ist, wer inzwischen auf solche Modelle setzt: Es sind längst nicht mehr nur agile Start-ups, sondern auch grosse Traditionsunternehmen. Burtscher nennt als Beispiel die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB). Geteilte Führung ist damit im Mainstream angekommen.</p>

<h2>Ein Mittel gegen den Fachkräftemangel – kein Widerspruch</h2>

<p>Auf den ersten Blick klingt es paradox: Wir spüren den Fachkräftemangel, und jetzt teilen sich auch noch zwei Personen einen Job? Burtscher dreht das Argument um. Gerade wenn Menschen eine bestimmte Karrierestufe erreichen, fällt das häufig mit der Familienplanung zusammen. Frauen wie Männer beschäftigen sich dann verstärkt mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Wo eine Organisation nur das strikte Modell „Führung ist eine Person, und die arbeitet 100 (gefühlt eher 120) Prozent&#8220; kennt, gehen viele qualifizierte Menschen dem Arbeitsmarkt als Führungskräfte verloren – oder kündigen ganz.</p>

<p>Co-Leitung ist damit vor allem eine <strong>Chance</strong>: ein zusätzliches Modell, das Führung auch jenseits des klassischen Vollzeit-Alleingangs möglich macht und Talente im Unternehmen hält. Es ist ein Modell, das Führungsverantwortung mit einem selbstbestimmteren Leben vereinbar macht.</p>

<h2>Die Vorteile: Flexibilität, Entlastung, bessere Entscheidungen</h2>

<p>Aus Sicht der beteiligten Personen bringt Co-Leitung mehr <strong>Flexibilität</strong>: Man kann sich Aufgaben aufteilen, sich gegenseitig vertreten, nicht jede und jeder muss in jedem Meeting sitzen. Das erleichtert die Gestaltung der Arbeitszeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gerade in Wissens- und Expertenorganisationen kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Wer sich Führung teilt, kann fachlich einen Fuss in der Tür behalten, statt vollständig in der Führungsarbeit aufzugehen.</p>

<p>Für die Organisation steigt die <strong>Arbeitgeberattraktivität</strong> – und je nach Ausgestaltung bekommt sie „zwei zum Preis von einem&#8220;: zwei Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Erfahrungen, was sich positiv auf die Führungseffektivität auswirken kann. Dass geteilte Führung die Leistung eines Teams verbessern kann, ist auch wissenschaftlich gut belegt: Eine <a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0149206314525205">Metaanalyse im <em>Journal of Management</em></a> zeigt einen positiven Zusammenhang zwischen „Shared Leadership&#8220; und Teamleistung.</p>

<p>Den vielleicht wichtigsten Vorteil beschreibt Burtscher aus eigener Erfahrung: <strong>Entlastung durch geteilte Verantwortung</strong>. Es gibt Themen, die man weder mit den Mitarbeitenden noch mit der eigenen vorgesetzten Person besprechen kann. Jemanden auf gleicher Augenhöhe zu haben – einen Sparringspartner, mit dem man Entscheidungen hin- und herwenden kann – erlebt er als grossen Gewinn. Eine zusätzliche Perspektive und mehr Erfahrung führen in vielen Fällen zu besseren Lösungen, als man sie allein gefunden hätte.</p>

<h2>Kein Selbstläufer: Warum Co-Leitungen auch scheitern</h2>

<p>So attraktiv das klingt: Co-Leitung ist kein Allheilmittel und schon gar kein Selbstläufer. Sie kann auch scheitern – und der häufigste Grund dafür ist ein fehlendes Matching auf der persönlichen Ebene. Fachleute sprechen von <strong>interpersonaler Passung</strong>.</p>

<p>Wichtig ist Burtscher dabei eine Differenzierung: Matching heisst <em>nicht</em>, zwei möglichst gleiche Menschen zusammenzusetzen. Es braucht keine Zwillinge und keine Klone. Es geht um eine kluge Mischung aus Ähnlichkeit und Unterschiedlichkeit – Fachleute unterscheiden hier zwischen <em>supplementären</em> (ähnlichen) und <em>komplementären</em> (ergänzenden) Eigenschaften:</p>

<ul>
<li><strong>Ähnlich</strong> sollten die beiden bei Werten, Arbeitsstil und Führungshaltung sein. Wenn eine Person sehr detailorientiert ist und die andere eher grob im Groben denkt, oder wenn Grundhaltungen weit auseinanderliegen, wird es schwierig.</li>
<li><strong>Unterschiedlich</strong> dürfen – und sollen – die Fachkompetenzen und Erfahrungen sein. Genau darin liegt ja eine Stärke: mehr Diversität, mehr Blickwinkel. Zwei völlig gleiche Personen würden dieses Potenzial verschenken.</li>
</ul>

<p>Interessant: Ob eine Co-Leitung aus zwei Frauen, zwei Männern oder gemischt besteht, spielt laut der Forschung kaum eine Rolle – im Positiven wie im Negativen. Auch ein Altersunterschied ist kein Problem. Was wirklich zählt, ist die Ähnlichkeit in Arbeitsstil und Führungshaltung – und eine offene, transparente, verlässliche Kommunikation.</p>

<p>Was dagegen fast sicher nicht funktioniert, sind „zwei Alphatiere&#8220;, bei denen jede Person sich im alleinigen Besitz der Wahrheit wähnt. Wer nicht bereit ist, sich zurückzunehmen, eine andere Meinung gelten zu lassen und Kompromisse einzugehen, ist für Co-Leitung schlicht nicht geeignet.</p>

<h2>Was Co-Leitungen brauchen, um zu gelingen</h2>

<p>Aus der Folge lassen sich mehrere <strong>Erfolgsfaktoren</strong> herauslesen:</p>

<ul>
<li><strong>Viel Kommunikation und Koordination.</strong> Der Aufwand wird regelmässig unterschätzt. Man hat das Gefühl: „Ich kann Führung, die andere Person auch, also können wir das zusammen.&#8220; Doch mit zwei Führungspersonen steigt der Abstimmungsbedarf. Lieber sagt man etwas zweimal, als dass eine Information verloren geht – denn unvollständiger Informationsfluss führt schnell zu Missverständnissen und Konflikten.</li>
<li><strong>Kompromissbereitschaft.</strong> Man muss sich von der eigenen Meinung lösen können – für Führungskräfte, die es gewohnt sind, allein zu entscheiden, oft gar nicht so leicht. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und dann auch gemeinsam nach aussen vertreten; halbherziges Zustimmen und späteres Untergraben funktioniert nicht.</li>
<li><strong>Wertschätzung und Respekt.</strong> Man muss das Modell wollen und überzeugt sein, dass die andere Person etwas einbringt, das man selbst nicht mitbringt. Verordnete Co-Leitung funktioniert nicht.</li>
<li><strong>Klare Rollen gegenüber dem Team.</strong> Ganz zentral ist eine einheitliche Kommunikation nach aussen. Nach innen darf und soll man streiten – aber wenn die Entscheidung steht, treten beide als Einheit auf. Sonst entsteht das, was Burtscher augenzwinkernd das „Mami-Papi-Problem&#8220; nennt: Mitarbeitende, die bei der einen Person fragen und, wenn die Antwort nicht passt, eine Woche später die andere. Eine klare Rollen- und Aufgabenklärung – wer ist wofür zuständig, was entscheiden beide gemeinsam – hilft hier enorm.</li>
</ul>

<p>Auf <strong>Organisationsebene</strong> braucht es eine Kultur, die Co-Leitung wirklich will (und nicht nur dem Zeitgeist folgt), die Akzeptanz der übergeordneten Führungsebene und des Teams (beide müssen als gleichwertig gesehen werden) – und die Bereitschaft, <strong>Ressourcen</strong> bereitzustellen. Denn Koordination kostet Zeit. Zwei Co-Leitungen, die je 50 Prozent arbeiten, sind zum Scheitern verurteilt; für den nötigen Austausch braucht es einen Überlappungsbereich. Und schliesslich ist Co-Leitung ein <strong>Entwicklungsprozess</strong>: Kaum ein Duo funktioniert von Anfang an perfekt. Gemeinsame Begleitung – etwa durch Coaching im ersten Jahr – kann den Unterschied machen.</p>

<h2>Warum vor allem Frauen – und eher das mittlere Management</h2>

<p>Zwei Beobachtungen aus der Folge sind bemerkenswert. Erstens: In Co-Leitungen finden sich aktuell eher <strong>mehr Frauen</strong> – verschiedene Studien deuten auf etwa zwei Drittel Frauen, ein Drittel Männer. Vor dem Hintergrund besserer Vereinbarkeit ist das plausibel. Damit kann Co-Leitung auch ein Hebel sein, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen und dort zu halten.</p>

<p>Zweitens: Topsharing findet man vor allem im <strong>mittleren Management</strong>. Auf oberster Ebene – Stichwort Co-CEO – gibt es gemischte Erfahrungen. In der Schweiz führt etwa Rivella eine Doppelspitze; im deutschsprachigen Raum hat es SAP vor Jahren mit einer Co-CEO-Konstellation versucht, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Burtscher erinnert auch an ein historisches Beispiel: Als Apple in den 1980er-Jahren Steve Jobs und den von Pepsi kommenden Manager John Sculley gemeinsam aufstellte, scheiterte das grandios. Je weiter man nach oben kommt, desto stärker sind mitunter Eigenschaften gefragt, die sich mit der Bereitschaft zum Teilen schlecht vertragen – Menschen, die sich stark exponieren. Und auch das ist Burtscher wichtig: Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Für manche Settings ist eine solche exponierte Persönlichkeit genau richtig – dann ist Co-Leitung vielleicht nicht das passende Modell.</p>

<h2>Was das für Führungskräfte – und fürs Coaching – bedeutet</h2>

<p>Ein Gedanke aus der Folge bleibt besonders hängen: Co-Leitung ist am Ende <strong>Beziehungsarbeit</strong>. Man verbringt mit der Co-Leitungsperson ähnlich viel Zeit wie mit dem eigenen Partner oder der eigenen Partnerin. Kein Wunder also, dass es eine interpersonale Passung braucht. Häufig wird Co-Leitung sehr von den Skills, den Kompetenzen und den Rahmenbedingungen her betrachtet – all das ist wichtig. Aber im Kern ist es eine Beziehung, in der psychologische Faktoren entscheiden: gut kommunizieren können, die Perspektive der anderen Person übernehmen, Kompromisse eingehen, manchmal hinter Entscheidungen stehen, die man selbst nicht getroffen hätte.</p>

<p>Genau hier sehe ich die Verbindung zu meiner Arbeit. Vieles, was Co-Leitung gelingen lässt, lässt sich entwickeln: die eigene Kommunikation, der Umgang mit Kontrolle und Autonomie, die Fähigkeit, eine andere Sicht wirklich gelten zu lassen. Das sind Themen, die im <a href="https://www.judmaier.com/coaching-beruf-veraenderung/fuehrungskraft-oder-mitarbeiter-unterschiedliche-themen-im-coaching.html">Coaching für Führungskräfte</a> und im <a href="https://www.judmaier.com/business-coaching-2">Business Coaching</a> ohnehin eine zentrale Rolle spielen – ob man nun in einer Doppelspitze arbeitet oder allein führt. Denn wer sich darin übt, zuzuhören, Perspektiven zusammenzuführen und Kompromisse zu tragen, wird auch in ganz anderen Situationen zu einer konsensorientierteren, breiter denkenden Führungsperson. Man gibt ein Stück Autonomie ab – und gewinnt einen Sparringspartner, zusätzliche Einsichten und, so Burtschers Überzeugung, ausgewogenere Entscheidungen.</p>

<h2>Fazit</h2>

<p>Co-Leitung erweitert das Spektrum, wie Führung gelebt werden kann. Sie hat viele Vorteile – Flexibilität, Entlastung, Vereinbarkeit, oft bessere Entscheidungen – und kann sogar helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen und mehr Frauen in Führung zu halten. Zugleich ist sie weder ein Allheilmittel noch für jede Organisation und jede Personenkombination geeignet, und schon gar kein Selbstläufer. Sie braucht das richtige Matching, klare Kommunikation, Ressourcen und die Bereitschaft, Verantwortung wirklich zu teilen. Wo diese Voraussetzungen stimmen, kann geteilte Führung ein grosser Gewinn sein – für die Führungspersonen selbst und für die Organisation.</p>

<h2>Häufige Fragen zur Co-Leitung</h2>

<p><strong>Was ist eine Co-Leitung?</strong><br>Bei einer Co-Leitung teilen sich zwei Personen gleichberechtigt eine Führungsposition und die damit verbundene Verantwortung. Eine besondere Variante ist das Topsharing, bei dem sich beide die Stelle in Teilzeit teilen. Beide Modelle erweitern das klassische Bild „eine Führungsperson, Vollzeit&#8220;.</p>

<p><strong>Welche Vorteile hat geteilte Führung?</strong><br>Mehr Flexibilität und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gegenseitige Entlastung durch geteilte Verantwortung, zwei Perspektiven und mehr Erfahrung – und dadurch oft ausgewogenere Entscheidungen. Für Organisationen steigt zusätzlich die Arbeitgeberattraktivität.</p>

<p><strong>Warum scheitern Co-Leitungen manchmal?</strong><br>Am häufigsten an fehlender persönlicher Passung. Wenn Werte, Arbeitsstil und Führungshaltung zu weit auseinanderliegen oder wenn zwei „Alphatiere&#8220; nicht bereit sind, sich zurückzunehmen und Kompromisse einzugehen, funktioniert das Modell nicht. Auch unterschätzter Koordinationsaufwand und unklare Kommunikation nach aussen sind typische Stolpersteine.</p>

<p><strong>Worauf sollten Co-Leitungen im Umgang mit dem Team achten?</strong><br>Auf klare, einheitliche Kommunikation: Nach innen darf man diskutieren, nach aussen tritt man als Einheit auf. Hilfreich ist eine klare Rollen- und Aufgabenklärung, damit für alle sichtbar ist, wer welche Entscheidungen trifft – und welche gemeinsam getroffen werden.</p>

<h2>Quelle</h2>

<p><strong>Psychologie konkret</strong> (IAP-Podcast der ZHAW): „Co-Leitung: Ist Führungsverantwortung teilbar?&#8220;, Gespräch von Ellen Gundrum mit Dr. Michael Burtscher, veröffentlicht am 5. Januar 2026. <a href="https://podcasts.apple.com/ch/podcast/co-leitung-ist-f%C3%BChrungsverantwortung-teilbar/id1510320116?i=1000743776927">Zur Folge auf Apple Podcasts</a></p>

<p>Mehr zum Thema geteilte Führung: <a href="https://www.fhnw.ch/de/die-fhnw/hochschulen/hsw/pmo/forschung-und-dienstleistung/job-und-topsharing-schweiz">Job- und Topsharing in der Schweiz (FHNW)</a> · <a href="https://hub.hslu.ch/business-psychology/topsharing/">Topsharing – geteilte Führung (HSLU)</a> · <a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0149206314525205">Metaanalyse zu Shared Leadership, <em>Journal of Management</em></a></p>

<p><em>Weitere Podcast-Besprechungen aus der Reihe „Psychologie konkret&#8220;: <a href="https://www.judmaier.com/psychologie/wut-ein-wichtiges-gefuehl.html">Wut – ein wichtiges Gefühl und wie es entsteht</a> und <a href="https://www.judmaier.com/psychologie/mental-load.html">Mental Load – wenn das Denken selbst zur Arbeit wird</a>.</em></p>

<p><em>Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf einem vom Podcast bereitgestellten Gespräch. Das Transkript ist urheberrechtlich geschützt und wurde hier bewusst nicht im Wortlaut übernommen, sondern paraphrasiert und journalistisch aufbereitet.</em></p>


<script type="application/ld+json">{"@context":"https://schema.org","@type":"FAQPage","mainEntity":[{"@type":"Question","name":"Was ist eine Co-Leitung?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Bei einer Co-Leitung teilen sich zwei Personen gleichberechtigt eine Führungsposition und die damit verbundene Verantwortung. Eine besondere Variante ist das Topsharing, bei dem sich beide die Stelle in Teilzeit teilen."}},{"@type":"Question","name":"Welche Vorteile hat geteilte Führung?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Mehr Flexibilität und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gegenseitige Entlastung durch geteilte Verantwortung, zwei Perspektiven und mehr Erfahrung – und dadurch oft ausgewogenere Entscheidungen. Für Organisationen steigt zusätzlich die Arbeitgeberattraktivität."}},{"@type":"Question","name":"Warum scheitern Co-Leitungen manchmal?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Am häufigsten an fehlender persönlicher Passung. Wenn Werte, Arbeitsstil und Führungshaltung zu weit auseinanderliegen oder wenn zwei Alphatiere nicht bereit sind, sich zurückzunehmen und Kompromisse einzugehen, funktioniert das Modell nicht."}},{"@type":"Question","name":"Worauf sollten Co-Leitungen im Umgang mit dem Team achten?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Auf klare, einheitliche Kommunikation: Nach innen darf man diskutieren, nach aussen tritt man als Einheit auf. Hilfreich ist eine klare Rollen- und Aufgabenklärung, damit sichtbar ist, wer welche Entscheidungen trifft."}}]}</script>




<p>Wie Sie <a href="https://www.judmaier.com/konflikte/konflikte-loesen.html">Konflikte im Führungsduo lösen</a>, bevor sie eskalieren, beschreibt ein eigener Beitrag.</p>


<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/co-leitung-fuehrungsverantwortung-teilen.html">Co-Leitung: Lässt sich Führungsverantwortung wirklich teilen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Den richtigen Coach finden: Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/den-richtigen-coach-finden.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching & Veränderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.judmaier.com/?p=4137</guid>

					<description><![CDATA[<p>Den richtigen Coach finden: In drei Schritten zur guten Wahl – Qualifikation im GISA prüfen, Passung spüren, Erstgespräch nutzen. Mit Fragen &#038; Warnsignalen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/den-richtigen-coach-finden.html">Den richtigen Coach finden: Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Sie haben sich entschieden, sich Unterstützung zu holen – bei einer beruflichen Weichenstellung, in einer Beziehungsfrage, an einem Punkt, an dem es allein nicht weitergeht. Ein guter Schritt. Nur beginnt jetzt das nächste Problem: Wie finden Sie unter Hunderten Angeboten den richtigen Coach? Jede Website verspricht Veränderung, jedes Profilfoto strahlt Kompetenz aus. Woran also sollen Sie sich orientieren?</p>



<p>Dieser Beitrag ist ein praktischer Leitfaden für genau diese Entscheidung. Er baut auf einer Grundlage auf, die ich an anderer Stelle ausführlich beschrieben habe – nämlich <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/woran-sie-einen-echten-coach-erkennen.html">woran Sie einen echten, qualifizierten Coach erkennen</a> und warum die Tätigkeit in Österreich reglementiert ist. Hier geht es einen Schritt weiter: Wenn die Qualifikation stimmt, wie wählen Sie dann aus? Die kurze Antwort vorweg: Den richtigen Coach finden Sie nicht über das schönste Versprechen, sondern über eine Kombination aus geprüfter Qualifikation und einem Erstgespräch, in dem Sie spüren, ob es menschlich passt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bevor es losgeht: Was suchen Sie eigentlich?</h2>



<p>Die wichtigste Vorarbeit machen nicht Sie am Coach, sondern an sich selbst. Bevor Sie vergleichen, lohnt sich die Frage: Worum geht es mir wirklich? Will ich eine konkrete berufliche Entscheidung sortieren, an einem wiederkehrenden Muster arbeiten, eine Beziehung klären – oder brauche ich eigentlich etwas anderes?</p>



<p>Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil sie die ganze Suche lenkt. Coaching und Lebens- und Sozialberatung begleiten gesunde Menschen bei Entwicklung, Entscheidungen und Lebensfragen. Geht es aber um die Behandlung einer psychischen Erkrankung, sind Psychotherapie und klinische Psychologie zuständig – eigene, geschützte Berufe. Ein seriöser Coach kennt diese Grenze und benennt sie. Wenn Sie unsicher sind, in welche Richtung Ihr Anliegen gehört, ist das kein Hindernis: Ein gutes Erstgespräch hilft genau dabei, das zu klären.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schritt 1: Qualifikation prüfen – die Basis, nicht die Kür</h2>



<p>Sympathie ist wichtig, aber sie ist nicht alles. Stiftung Warentest bringt es in ihrem <a href="https://www.test.de/Den-richtigen-Coach-finden-Nicht-nur-die-Chemie-muss-stimmen-4697530-0/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Coach-Ratgeber</a> auf den Punkt: Verlassen Sie sich nicht allein auf die Chemie – dokumentierte Qualifikationen sind unverzichtbar. Der Grund ist einfach: „Coach&#8220; ist keine geschützte Bezeichnung, jeder darf sich so nennen.</p>



<p>In Österreich haben Sie hier einen konkreten Vorteil, den viele nicht kennen: Wer psychosoziale Beratung anbietet, braucht dafür in der Regel die Gewerbeberechtigung zur Lebens- und Sozialberatung – und die ist <strong>öffentlich überprüfbar</strong>. Ein kurzer Blick ins <a href="https://www.gisa.gv.at" target="_blank" rel="noopener nofollow">Gewerberegister GISA</a> zeigt Ihnen, ob hinter dem Wort „Coach&#8220; tatsächlich eine geprüfte Berechtigung steht. Das ist der schnellste seriöse Filter, den Sie haben. Warum diese Berechtigung so viel aussagt und welche Ausbildung dahintersteckt, habe ich im <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/woran-sie-einen-echten-coach-erkennen.html">Beitrag zur reglementierten Lebens- und Sozialberatung</a> genauer beschrieben.</p>



<p>Ein zweites, ergänzendes Signal ist die <strong>Anbindung an einen Berufsverband</strong>. Verbände verpflichten ihre Mitglieder auf Ausbildungsstandards, ethische Regeln und Weiterbildung. In Österreich bündelt etwa der <a href="https://coachingdachverband.at/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Austrian Coaching Council (Coachingdachverband)</a> anerkannte Ausbildungsinstitute und arbeitet mit einer ISO-Zertifizierung für Coaching-Qualität. Eine Verbandsmitgliedschaft ersetzt die Gewerbeberechtigung nicht, ist aber ein zusätzliches Qualitätszeichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schritt 2: Ob die Chemie stimmt, zeigt sich erst im Gespräch</h2>



<p>Ist die Qualifikation geklärt, wird der wichtigste Faktor relevant, und den können Sie weder aus einem Lebenslauf noch von einer Website ablesen: ob es zwischen Ihnen und dem Coach <strong>menschlich passt</strong>. Die Forschung ist hier eindeutig – über alle Beratungs- und Begleitformen hinweg ist die Qualität der Arbeitsbeziehung einer der stärksten Wirkfaktoren. Nicht die Methode allein macht den Unterschied, sondern ob Sie sich verstanden, ernst genommen und gut aufgehoben fühlen.</p>



<p>Das heißt nicht, dass Sie sich mit dem Coach anfreunden müssen. Es geht um etwas Nüchterneres: Können Sie offen sprechen? Fühlen Sie sich nicht bewertet? Trauen Sie dieser Person zu, Sie auch mal zu irritieren, ohne dass es kränkt? Und genau das lässt sich vorab nicht wissen: Ob „die Chemie stimmt&#8220;, merken Sie erst, wenn Sie der Person tatsächlich gegenübersitzen – im Gespräch, nicht auf dem Papier. Genau deshalb ist das Erstgespräch keine Formalität am Rande, sondern Ihr wichtigstes Auswahlinstrument – der einzige Weg, das herauszufinden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schritt 3: Das Erstgespräch nutzen</h2>



<p>Fast alle seriösen Coaches bieten ein kostenloses oder günstiges Erstgespräch an. Nutzen Sie es aktiv – nicht nur, damit der Coach Sie kennenlernt, sondern damit <strong>Sie den Coach prüfen</strong>. Ein gutes Erstgespräch erkennen Sie an ein paar Dingen: Der Coach hört mehr zu, als er redet. Er stellt Fragen, statt sofort Ratschläge zu erteilen (eine fragende, nicht belehrende Haltung ist ein Qualitätsmerkmal). Er ist transparent über seine Ausbildung, seine Methoden und deren Grenzen. Und er verspricht keine Wunder.</p>



<p>Achten Sie am Ende des Gesprächs auf Ihr eigenes Gefühl: Fühlen Sie sich ernst genommen oder überredet? Verstanden oder in eine Schublade gesteckt? Dieses Bauchgefühl ist kein Esoterik-Argument, sondern die direkteste Rückmeldung darauf, ob es zwischen Ihnen passt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fragen, die Sie im Erstgespräch stellen können</h2>



<p>Wer fragt, führt – auch als Klient:in. Diese Fragen helfen Ihnen, schnell ein realistisches Bild zu bekommen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Welche Ausbildung und Gewerbeberechtigung haben Sie – und bin ich bei meinem Anliegen bei Ihnen richtig?</li>

<li>Wie arbeiten Sie? Mit welchen Methoden, und warum?</li>

<li>Wie läuft ein typischer Prozess ab, und wie viele Sitzungen sind üblich?</li>

<li>Woran würden wir gemeinsam merken, dass sich etwas bewegt?</li>

<li>Was kostet eine Sitzung, und wie sind die Rahmenbedingungen (Absagen, Ort, online)?</li>

<li>Wo ist für Sie die Grenze – wann würden Sie mich an jemand anderen verweisen?</li>
</ul>



<p>Die letzte Frage ist oft die aufschlussreichste. Ein guter Coach antwortet darauf ohne Zögern und ohne sich zu überschätzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warnsignale, bei denen Sie vorsichtig sein sollten</h2>



<p>Genauso wichtig wie die guten Zeichen sind die Alarmsignale. Vorsicht ist angebracht, wenn Ihnen im Gespräch oder auf der Website Folgendes begegnet:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Heilsversprechen und Garantien</strong> – wer „garantierten Erfolg&#8220; oder schnelle Patentlösungen für tiefe Themen verspricht, verkauft, statt zu begleiten.</li>

<li><strong>Kein Wort zur Grenze der Therapie</strong> – wer suggeriert, mit Coaching ließen sich auch Depressionen, Traumata oder Ängste „wegcoachen&#8220;, überschreitet eine wichtige Linie.</li>

<li><strong>Druck und Verknappung</strong> – „nur heute&#8220;, „letzter Platz&#8220;, teure Pakete, die Sie sofort buchen sollen. Seriöse Begleitung braucht keinen Verkaufsdruck.</li>

<li><strong>Intransparente Kosten oder Qualifikationen</strong> – wenn Sie auf einfache Fragen nach Preis oder Ausbildung keine klaren Antworten bekommen, ist das ein Signal.</li>

<li><strong>Guru-Gehabe</strong> – wenn nicht Ihr Anliegen im Mittelpunkt steht, sondern die Großartigkeit des Coaches.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Methode, Format und das Praktische</h2>



<p>Muss die Methode „stimmen&#8220;? Jein. Wichtiger als das methodische Etikett ist, dass der Coach sein Handwerk beherrscht und flexibel auswählt, was zu Ihnen passt. Trotzdem hilft es zu wissen, in welche Richtung ein Ansatz geht: <a href="https://www.judmaier.com/methoden">Systemisches Coaching, NLP und Familienaufstellung</a> etwa arbeiten unterschiedlich – manche eher lösungs- und zielorientiert, andere stärker mit inneren Bildern und Beziehungsdynamiken. Wenn Sie neugierig sind, wie ein bestimmter Ansatz funktioniert, lesen Sie sich ein, zum Beispiel zu <a href="https://www.judmaier.com/nlp-coaching-de">NLP im Coaching</a> oder zur <a href="https://www.judmaier.com/familienaufstellung-wien">Familienaufstellung</a> – und fragen Sie im Erstgespräch nach, warum der Coach gerade so arbeitet.</p>



<p>Und schließlich das Praktische, das oft unterschätzt wird: Passt das <strong>Format</strong> zu Ihrem Leben? Online oder vor Ort, wie lange dauert eine Sitzung, wie flexibel sind Termine, wie sind die Kosten strukturiert? Der beste Coach nützt wenig, wenn der Weg zu weit oder der Rhythmus unpassend ist. Klären Sie das früh – es gehört mit dazu, ob es für Sie passt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz-Checkliste: Den richtigen Coach finden</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Anliegen geklärt?</strong> Wissen Sie grob, worum es geht – und dass es um Entwicklung, nicht um Krankheitsbehandlung geht?</li>

<li><strong>Qualifikation geprüft?</strong> Gewerbeberechtigung zur Lebens- und Sozialberatung im GISA sichtbar, ggf. Verbandsanbindung?</li>

<li><strong>Transparenz?</strong> Werden Ausbildung, Methoden, Grenzen und Kosten offen benannt?</li>

<li><strong>Erstgespräch genutzt?</strong> Mehr Zuhören als Reden, Fragen statt Ratschläge, keine Wunderversprechen?</li>

<li><strong>Menschlich gepasst?</strong> Fühlen Sie sich ernst genommen und können offen sprechen?</li>

<li><strong>Keine roten Flaggen?</strong> Kein Druck, keine Heilsversprechen, keine Grenzüberschreitung Richtung Therapie?</li>
</ul>



<p>Wenn Sie diese Punkte durchgehen, treffen Sie keine Bauchentscheidung mehr, sondern eine informierte – und finden mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit den richtigen Coach für sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Perspektive</h2>



<p>Ich schreibe das aus einer einfachen Überzeugung heraus: Sie investieren in einem Coaching Vertrauen, Zeit und oft auch Geld – Sie haben ein Recht darauf, gut zu wählen. Deshalb halte ich es für richtig, dass ein Erstgespräch ergebnisoffen ist. Es darf auch damit enden, dass wir feststellen: Ich bin nicht die passende Begleitung für Sie. Das ist kein Scheitern, sondern Teil einer seriösen Auswahl.</p>



<p>Wenn Sie einen Eindruck gewinnen möchten, wie ich arbeite, finden Sie mehr <a href="https://www.judmaier.com/uber-mich">über mich</a> und meine <a href="https://www.judmaier.com/methoden">Methoden</a> auf dieser Seite – und Sie können <a href="https://www.judmaier.com/kontaktieren-sie-mich">unverbindlich ein Erstgespräch vereinbaren</a>. Prüfen Sie mich ruhig an genau den Kriterien, die oben stehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufige Fragen</h2>



<p><strong>Wie finde ich den richtigen Coach für mein Anliegen?</strong><br>Klären Sie zuerst, worum es Ihnen geht, prüfen Sie dann die Qualifikation (in Österreich über die Gewerbeberechtigung zur Lebens- und Sozialberatung im GISA-Register) und nutzen Sie schließlich das Erstgespräch, um zu spüren, ob es menschlich passt – das lässt sich vorab nicht wissen. Diese drei Schritte zusammen führen verlässlicher zum Ziel als jedes Werbeversprechen.</p>



<p><strong>Was sollte ich im Erstgespräch fragen?</strong><br>Fragen Sie nach Ausbildung und Berechtigung, nach der Arbeitsweise und dem typischen Ablauf, nach Kosten und Rahmenbedingungen – und danach, wo für den Coach die Grenze liegt, ab der er weiterverweisen würde. Wie der Coach auf diese Fragen reagiert, sagt oft mehr als die Antworten selbst.</p>



<p><strong>Was kostet Coaching in Österreich, und worauf sollte ich bei den Kosten achten?</strong><br>Die Preise variieren je nach Erfahrung, Setting und Region deutlich. Wichtiger als der genaue Betrag ist die Transparenz: Ein seriöser Coach nennt seine Preise klar, drängt nicht zu teuren Vorab-Paketen und macht keinen Verkaufsdruck. Achten Sie auch auf die Rahmenbedingungen wie Absageregelungen.</p>



<p><strong>Coaching, Beratung oder Therapie – was ist das Richtige für mich?</strong><br>Coaching und Lebens- und Sozialberatung begleiten Sie bei Entwicklung, Entscheidungen und Lebensfragen, solange Sie grundsätzlich handlungsfähig sind. Geht es um die Behandlung einer psychischen Erkrankung, sind Psychotherapie oder klinische Psychologie der richtige Weg. Ein seriöser Coach hilft Ihnen im Zweifel, das einzuordnen, und verweist bei Bedarf weiter.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.test.de/Den-richtigen-Coach-finden-Nicht-nur-die-Chemie-muss-stimmen-4697530-0/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Stiftung Warentest: „Den richtigen Coach finden – nicht nur die Chemie muss stimmen&#8220;</a> – Kriterien zu Qualifikation, Verbandsanbindung und Erstgespräch.</li>

<li><a href="https://coachingdachverband.at/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Austrian Coaching Council (Coachingdachverband)</a> – österreichischer Dachverband, Ausbildungsstandards und ISO-Zertifizierung für Coaching-Qualität.</li>

<li><a href="https://www.gisa.gv.at" target="_blank" rel="noopener nofollow">Gewerberegister GISA</a> – öffentliche Abfrage aktiver Gewerbeberechtigungen.</li>
</ul>



<p><em>Weiterführend: Die rechtliche und fachliche Grundlage – warum Coaching in Österreich reglementiert ist und welche Ausbildung dahintersteht – lesen Sie im Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/woran-sie-einen-echten-coach-erkennen.html">Woran Sie einen echten Coach erkennen</a>.</em></p>



<script type="application/ld+json">{"@context":"https://schema.org","@type":"FAQPage","mainEntity":[{"@type":"Question","name":"Wie finde ich den richtigen Coach für mein Anliegen?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Klären Sie zuerst, worum es Ihnen geht, prüfen Sie dann die Qualifikation (in Österreich über die Gewerbeberechtigung zur Lebens- und Sozialberatung im GISA-Register) und nutzen Sie schließlich das Erstgespräch, um zu spüren, ob es menschlich passt – das lässt sich vorab nicht wissen. Diese drei Schritte zusammen führen verlässlicher zum Ziel als jedes Werbeversprechen."}},{"@type":"Question","name":"Was sollte ich im Erstgespräch fragen?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Fragen Sie nach Ausbildung und Berechtigung, nach der Arbeitsweise und dem typischen Ablauf, nach Kosten und Rahmenbedingungen – und danach, wo für den Coach die Grenze liegt, ab der er weiterverweisen würde. Wie der Coach auf diese Fragen reagiert, sagt oft mehr als die Antworten selbst."}},{"@type":"Question","name":"Was kostet Coaching in Österreich, und worauf sollte ich bei den Kosten achten?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Die Preise variieren je nach Erfahrung, Setting und Region deutlich. Wichtiger als der genaue Betrag ist die Transparenz: Ein seriöser Coach nennt seine Preise klar, drängt nicht zu teuren Vorab-Paketen und macht keinen Verkaufsdruck. Achten Sie auch auf die Rahmenbedingungen wie Absageregelungen."}},{"@type":"Question","name":"Coaching, Beratung oder Therapie – was ist das Richtige für mich?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Coaching und Lebens- und Sozialberatung begleiten Sie bei Entwicklung, Entscheidungen und Lebensfragen, solange Sie grundsätzlich handlungsfähig sind. Geht es um die Behandlung einer psychischen Erkrankung, sind Psychotherapie oder klinische Psychologie der richtige Weg. Ein seriöser Coach hilft Ihnen im Zweifel, das einzuordnen, und verweist bei Bedarf weiter."}}]}</script>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/den-richtigen-coach-finden.html">Den richtigen Coach finden: Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Woran Sie einen echten Coach erkennen: Warum in Österreich die Lebens- und Sozialberatung dahintersteht</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/woran-sie-einen-echten-coach-erkennen.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Aug 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching & Veränderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.judmaier.com/?p=4134</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Coach“ darf sich fast jeder nennen. Woran Sie in Österreich einen echten Coach erkennen – und warum die Lebens- und Sozialberatung dahintersteht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/woran-sie-einen-echten-coach-erkennen.html">Woran Sie einen echten Coach erkennen: Warum in Österreich die Lebens- und Sozialberatung dahintersteht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Coach“ darf sich in Österreich fast jeder nennen. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt – es gibt kein Gesetz, das festlegt, wer sich so bezeichnen darf und wer nicht. Ein Wochenendseminar, ein Online-Zertifikat, manchmal auch gar keine Ausbildung: Wer möchte, druckt sich „Coach“ auf die Visitenkarte. Für Menschen, die sich gerade in einer schwierigen Phase Unterstützung suchen, ist das ein Problem. Denn wie sollen sie unterscheiden, wer wirklich qualifiziert ist – und wer nur ein gutes Wort und eine schöne Website hat?</p>



<p>Die gute Nachricht: Es gibt eine klare Orientierung. Zwar ist der <em>Begriff</em> Coaching frei, die <em>Tätigkeit</em> aber – wenn sie in die persönliche, psychosoziale Begleitung von Menschen geht – ist in Österreich sehr wohl geregelt. Sie fällt unter das reglementierte Gewerbe der <strong>Lebens- und Sozialberatung</strong>. Und hinter dieser Berechtigung steht eine Ausbildung, die mit einem „Coaching-Kurs“ wenig zu tun hat. Dieser Beitrag ordnet ein, was das rechtlich bedeutet, wie umfangreich diese Ausbildung tatsächlich ist – und woran Sie einen seriösen Coach erkennen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>Hinweis:</strong> Dieser Text bietet allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Die gewerberechtliche Einordnung im Einzelfall klärt die zuständige Wirtschaftskammer bzw. Bezirksverwaltungsbehörde.</p></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">„Coaching“ ist ein Wort – kein Nachweis</h2>



<p>Halten wir zunächst fest, was stimmt: Die Bezeichnung „Coach“ oder „Coaching“ ist in Österreich nicht geschützt. Es gibt keinen geschützten Berufstitel, keine Mindestausbildung, die an das Wort selbst geknüpft wäre. Das unterscheidet Coaching zum Beispiel von „Psychotherapeut:in“ oder „klinische:r Psycholog:in“ – geschützte Titel mit klar geregelten Ausbildungswegen.</p>



<p>Aus dieser Lücke ist ein unübersichtlicher Markt entstanden. Die <a href="https://site.wko.at/gutleben/aktuelles/gewerbeberechtigung-schuetzt-vor-unserioesem-coaching.de.html" target="_blank" rel="noopener nofollow">Wirtschaftskammer selbst</a> spricht offen von einem „grauen, unseriösen Markt“ an Coaching-Angeboten und davon, gut ausgebildete psychosoziale Berater:innen von – so die drastische Formulierung – „gefährlichen Seelenpfuscher:innen“ unterscheiden zu wollen. Der Titel allein sagt also nichts. Entscheidend ist nicht, wie sich jemand nennt, sondern <strong>auf welcher Grundlage</strong> er oder sie arbeitet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Entscheidend ist die Tätigkeit – und die ist reglementiert</h2>



<p>Hier kommt der Punkt, den viele nicht kennen: Sobald Coaching inhaltlich zur <strong>psychosozialen Beratung</strong> wird – also Menschen bei persönlichen Themen, Lebensfragen, Krisen, Beziehungen oder der eigenen Entwicklung begleitet –, ist das in Österreich die Tätigkeit des reglementierten Gewerbes <strong>Lebens- und Sozialberatung (psychosoziale Beratung)</strong>. Reglementiert heißt: Man darf das Gewerbe nur mit einem <strong>Befähigungsnachweis</strong> ausüben, also mit einer nachgewiesenen, gesetzlich definierten Qualifikation.</p>



<p>Die <a href="https://www.wko.at/oe/gewerbe-handwerk/personenberatung-betreuung/rechtliche-rahmenbedingungen-lebens-und-sozialberatung" target="_blank" rel="noopener nofollow">Wirtschaftskammer</a> formuliert es klar: Wer Coaching, Supervision oder Mediation anbietet, braucht die passende Gewerbeberechtigung – „am einfachsten geht das über die Gewerbeberechtigung zur Lebens- und Sozialberatung“. Genau dafür gibt es diese Berechtigung: Sie ist das Signal, dass hinter der Person eine geprüfte Ausbildung, Berufspflichten und eine Eintragung im Gewerberegister stehen.</p>



<p>Das ist keine bloße Auslegung, sondern steht so im Gesetz. Die <a href="https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&#038;Gesetzesnummer=10007517&#038;Paragraf=94" target="_blank" rel="noopener nofollow">Gewerbeordnung führt die Lebens- und Sozialberatung in § 94 Z 46</a> ausdrücklich als reglementiertes Gewerbe – als Tätigkeit also, die nur mit Befähigungsnachweis ausgeübt werden darf. Und <a href="https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&#038;Gesetzesnummer=10007517&#038;Paragraf=119" target="_blank" rel="noopener nofollow">§ 119 GewO</a> beschreibt, was dieses Gewerbe umfasst: die „Beratung und Betreuung von Menschen&#8220; bei Persönlichkeits-, Ehe- und Familien-, Erziehungs- und Berufsfragen, ausdrücklich einschließlich der „psychologischen Beratung mit Ausnahme der Psychotherapie&#8220;. Der entscheidende Punkt liegt in der Logik des Gesetzes: Es knüpft an die <em>Tätigkeit</em> an – an das, was tatsächlich getan wird –, nicht an ihre Bezeichnung. Ob sich jemand „Coach&#8220;, „Berater:in&#8220; oder ganz anders nennt, ändert nichts daran, unter welches Gewerbe die ausgeübte Tätigkeit fällt.</p>



<p>Wichtig ist die Abgrenzung, denn nicht jede Tätigkeit mit dem Wort „Coaching“ fällt automatisch hierher:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Persönliche Entwicklung, Lebens-, Beziehungs- und Sinnfragen, Stress, Orientierung</strong> → das ist der Kernbereich der Lebens- und Sozialberatung.</li>

<li><strong>Reines Unternehmens- oder Management-Coaching</strong> kann je nach Ausgestaltung auch unter die <strong>Unternehmensberatung</strong> fallen.</li>

<li><strong>Behandlung von Krankheiten, Diagnosen, Psychotherapie</strong> → das ist ausdrücklich <strong>nicht</strong> Coaching, sondern den Berufen Psychotherapie bzw. klinische Psychologie vorbehalten.</li>

<li><strong>Sportliches Training</strong> ist ein eigener, freier Bereich.</li>
</ul>



<p>Für den Bereich, um den es den meisten Menschen geht – persönliche Veränderung, Beziehungen, berufliche Neuorientierung –, gilt also: Ein seriöser Coach hat eine Gewerbeberechtigung, in aller Regel die zur Lebens- und Sozialberatung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kein Wochenendkurs: Was hinter der Ausbildung wirklich steckt</h2>



<p>Warum ist diese Berechtigung so aussagekräftig? Weil die Ausbildung dahinter umfangreich, mehrjährig und staatlich geregelt ist. Die rechtliche Grundlage bildet die <strong>Gewerbeordnung</strong> samt der zugehörigen <a href="https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&#038;Gesetzesnummer=20011853" target="_blank" rel="noopener nofollow">Lebens- und Sozialberatungs-Verordnung</a>, die 2022 novelliert wurde. Mit dieser Reform wurde die Ausbildungsdauer von fünf auf <strong>sechs Semester</strong> angehoben und eine verpflichtende Abschlussprüfung für nicht-universitäre Lehrgänge eingeführt.</p>



<p>Seit 2024 gibt es die Ausbildung zudem in akademischer Form als <strong>Bachelor Professional</strong> mit <strong>180 ECTS</strong>. Ein ECTS-Punkt entspricht in Österreich rund 25 Arbeitsstunden – 180 ECTS bedeuten also einen <strong>Gesamtaufwand von etwa 4.500 Stunden</strong> über die sechs Semester. Zum Vergleich: Ein typisches „Coaching-Zertifikat“ umfasst oft ein paar Dutzend Stunden.</p>



<p>Auch unabhängig vom akademischen Titel schreibt die <a href="https://www.nlpzentrum.at/sem/lebensberatung/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Verordnung klare Mindestanforderungen</a> vor. Dazu gehören:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>mindestens 584 Stunden theoretische Ausbildung</strong> – mit Schwerpunkten in Beratungsmethodik (allein rund 240 Stunden), Krisenintervention (ca. 80 Stunden), sozialwissenschaftlich-psychologischen Grundlagen, Berufsethik und -recht sowie rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen;</li>

<li><strong>150 Stunden Selbsterfahrung</strong> – 30 Stunden im Einzelsetting und 120 Stunden in der Gruppe, damit angehende Berater:innen ihre eigenen Muster kennen, bevor sie andere begleiten;</li>

<li><strong>750 Stunden supervidierte fachliche Tätigkeit</strong> in der Praxis;</li>

<li><strong>mindestens 100 protokollierte Beratungseinheiten</strong> – dokumentierte, echte Beratungsgespräche, inklusive Erstgesprächs- und Prozessprotokollen;</li>

<li><strong>mindestens 100 Supervisionseinheiten</strong>, in denen die eigene Arbeit fachlich begleitet und reflektiert wird.</li>
</ul>



<p>Man muss diese Zahlen nicht auswendig können. Der Punkt ist ein anderer: Wer diese Berechtigung hat, hat nicht ein Wochenende „Coaching-Tools“ gelernt, sondern über Jahre Theorie, überwachte Praxis, dokumentierte Gespräche, Supervision und intensive Selbsterfahrung durchlaufen – und am Ende eine Prüfung abgelegt. Das ist der eigentliche Unterschied zwischen einem geschützten <em>Beruf</em> und einer ungeschützten <em>Bezeichnung</em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum das für Sie als Klient:in zählt</h2>



<p>Für Menschen, die sich Unterstützung suchen, ist das mehr als eine Formalität – es ist Verbraucherschutz. Die Gewerbeberechtigung bedeutet nicht nur eine Ausbildung, sondern auch <strong>Berufspflichten</strong>: Verschwiegenheit, eine klare Abgrenzung zur Psychotherapie, eine Berufshaftpflichtversicherung, Fortbildungspflicht und definierte Standesregeln. Wer ohne Berechtigung „coacht“, ist an all das nicht gebunden. Wie weit diese Verschwiegenheit reicht, wird vor allem dann konkret, wenn ein Dritter mitzahlt – etwa bei der <a href="https://www.judmaier.com/coaching-beruf-veraenderung/vertrauliche-mitarbeiterberatung.html">Vertraulichkeit in der betrieblichen Mitarbeiterberatung</a>.</p>



<p>Das Gute daran: Sie können es <strong>selbst überprüfen</strong>. Jede Person mit einer aktiven Gewerbeberechtigung ist im öffentlichen <a href="https://www.gisa.gv.at" target="_blank" rel="noopener nofollow">Gewerberegister (GISA)</a> und im <a href="https://firmen.wko.at/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Firmen-A-Z der Wirtschaftskammer</a> eingetragen. Wie ein solcher Eintrag aussieht, können Sie an meinem eigenen nachsehen: <a href="https://firmen.wko.at/tobias-judmaier-msc-life-und-businesscoaching-tobias-judmaier-msc/wien/?firmaid=8db38430-08d5-40de-8661-ed3ac0db5e5d" target="_blank" rel="noopener">Tobias Judmaier, MSc &ndash; Life und Businesscoaching</a>. Ein kurzer Blick genügt, um zu sehen, ob hinter dem schönen Wort „Coach“ tatsächlich eine geprüfte Qualifikation steht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufige Missverständnisse</h2>



<p><strong>„Der hat doch ein Zertifikat.“</strong> Ein Zertifikat eines privaten Anbieters ist nicht dasselbe wie eine Gewerbeberechtigung. Es kann seriös und wertvoll sein – aber es ersetzt weder den Befähigungsnachweis noch die damit verbundenen Berufspflichten.</p>



<p><strong>„Coaching und Therapie sind doch ähnlich.“</strong> Nein, und das ist wichtig. Coaching bzw. Lebens- und Sozialberatung setzt dort an, wo Menschen grundsätzlich handlungsfähig sind und einen nächsten Schritt suchen. Die Behandlung von psychischen Erkrankungen ist ausdrücklich der Psychotherapie und klinischen Psychologie vorbehalten. Ein seriöser Berater erkennt diese Grenze und benennt sie.</p>



<p><strong>„Hauptsache, die Chemie stimmt.“</strong> Die Beziehung ist tatsächlich der wichtigste Wirkfaktor – aber sie ist kein Gegensatz zur Qualifikation, sondern ihre Ergänzung. Beides zusammen macht gute Begleitung aus.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meine Perspektive</h2>



<p>Ich schreibe diesen Beitrag nicht, um mit Formalitäten zu punkten, sondern weil mir die Unterscheidung wichtig ist. Ich bin eingetragener <strong>Lebens- und Sozialberater</strong> (GISA-Zahl 25895582), habe einen <strong>MSc in Coaching und Mediation</strong>, bin <strong>Zivilrechts-Mediator</strong> und in systemischem Coaching, <a href="https://www.judmaier.com/nlp-coaching-de">NLP</a> und <a href="https://www.judmaier.com/familienaufstellung-wien">Familienaufstellung</a> ausgebildet. Ich sage das nicht, weil eine lange Liste an Titeln bessere Begleitung garantiert – tut sie nicht. Sondern weil Sie ein Recht darauf haben zu wissen, auf welcher Grundlage jemand mit Ihnen arbeitet.</p>



<p>Meine Überzeugung: Coaching ist kein Reparaturbetrieb und kein Ort für Patentrezepte. Es ist ein professioneller Reflexions- und Entwicklungsraum. Genau deshalb finde ich es richtig, dass diese Arbeit an eine geregelte Ausbildung geknüpft ist. Nicht, um andere schlechtzureden – sondern damit Menschen, die sich öffnen und Vertrauen investieren, sich auf eine solide Basis verlassen können. Mehr über meinen Hintergrund und meine <a href="https://www.judmaier.com/methoden">Methoden</a> finden Sie auf meiner Website.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kurz-Checkliste: Woran Sie einen seriösen Coach erkennen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Gibt es eine <strong>Gewerbeberechtigung</strong> zur Lebens- und Sozialberatung (oder eine passende andere)? Im GISA/WKO-Register prüfbar.</li>

<li>Wird <strong>transparent</strong> über Ausbildung, Methoden und Grenzen gesprochen?</li>

<li>Wird die <strong>Grenze zur Psychotherapie</strong> klar benannt?</li>

<li>Gibt es <strong>keine</strong> unrealistischen Erfolgs- oder Heilungsversprechen?</li>

<li>Fühlen Sie sich im Erstgespräch <strong>ernst genommen</strong> – nicht überredet?</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Häufige Fragen</h2>



<p><strong>Ist „Coaching“ in Österreich verboten, wenn man keine Ausbildung hat?</strong><br>Das Wort „Coaching“ darf verwendet werden – es ist nicht geschützt. Sobald die Tätigkeit aber inhaltlich psychosoziale Beratung ist (persönliche Themen, Lebensfragen, Krisen, Entwicklung), braucht man dafür in der Regel die Gewerbeberechtigung zur Lebens- und Sozialberatung. Die Bezeichnung ist frei, die Ausübung der Tätigkeit ist es nicht.</p>



<p><strong>Was ist der Unterschied zwischen Coaching, Lebens- und Sozialberatung und Psychotherapie?</strong><br>Lebens- und Sozialberatung (oft auch „Coaching“ genannt) begleitet gesunde Menschen bei Entwicklung, Entscheidungen und Lebensfragen. Psychotherapie behandelt psychische Erkrankungen und ist ein eigener, streng geregelter Beruf mit geschütztem Titel. Ein seriöser Berater arbeitet innerhalb seiner Grenzen und verweist bei Bedarf weiter.</p>



<p><strong>Wie lange dauert die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater?</strong><br>Seit der Reform von 2022 umfasst sie sechs Semester. In der neuen akademischen Form als Bachelor Professional sind das 180 ECTS und damit rund 4.500 Stunden Gesamtaufwand – mit mindestens 584 Stunden Theorie, 750 Stunden supervidierter Praxis, 150 Stunden Selbsterfahrung sowie dokumentierten Beratungs- und Supervisionseinheiten.</p>



<p><strong>Wie prüfe ich, ob ein Coach eine Berechtigung hat?</strong><br>Über das öffentliche Gewerberegister (GISA) oder das Firmen-A-Z der Wirtschaftskammer. Dort ist jede aktive Gewerbeberechtigung mit Namen und Berufsbezeichnung eingetragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Quellen</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wirtschaftskammer Österreich (WKO): <a href="https://site.wko.at/gutleben/aktuelles/gewerbeberechtigung-schuetzt-vor-unserioesem-coaching.de.html" target="_blank" rel="noopener nofollow">„Gewerbeberechtigung schützt vor unseriösem Coaching“</a> sowie <a href="https://www.wko.at/oe/gewerbe-handwerk/personenberatung-betreuung/rechtliche-rahmenbedingungen-lebens-und-sozialberatung" target="_blank" rel="noopener nofollow">Rechtliche Rahmenbedingungen der Lebens- und Sozialberatung</a> und <a href="https://www.wko.at/wien/gewerbe-handwerk/personenberatung-betreuung/taetigkeitskatalog-gewerbe-lebens-sozialberatung" target="_blank" rel="noopener nofollow">Tätigkeitskatalog des Gewerbes</a>.</li>

<li>Gewerbeordnung 1994 (GewO): <a href="https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&#038;Gesetzesnummer=10007517&#038;Paragraf=94" target="_blank" rel="noopener nofollow">§ 94 Z 46</a> (Lebens- und Sozialberatung als reglementiertes Gewerbe) und <a href="https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&#038;Gesetzesnummer=10007517&#038;Paragraf=119" target="_blank" rel="noopener nofollow">§ 119</a> (Umfang der Tätigkeit – „Beratung und Betreuung von Menschen&#8220;) – Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS).</li>

<li><a href="https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&#038;Gesetzesnummer=20011853" target="_blank" rel="noopener nofollow">Lebens- und Sozialberatungs-Verordnung (Novelle 2022, BGBl. II Nr. 116/2022)</a> – Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS).</li>

<li><a href="https://www.nlpzentrum.at/sem/lebensberatung/" target="_blank" rel="noopener nofollow">NLP Zentrum Österreich</a>: Aufschlüsselung der Ausbildungsstunden (Theorie, Praxis, Supervision, protokollierte Beratungseinheiten).</li>

<li><a href="https://www.gisa.gv.at" target="_blank" rel="noopener nofollow">Gewerberegister GISA</a>: öffentliche Abfrage aktiver Gewerbeberechtigungen.</li>
</ul>



<p><em>Weiterführend: Mehr über meinen Hintergrund auf der Seite <a href="https://www.judmaier.com/uber-mich">Über mich</a>, zu meiner Arbeitsweise unter <a href="https://www.judmaier.com/methoden">Methode</a> und <a href="https://www.judmaier.com/nlp-coaching-de">NLP</a>, sowie ein Überblick über alle Beiträge im <a href="https://www.judmaier.com/category/coaching-blog">Coaching-Blog</a>. In einem Folgebeitrag gehe ich praktisch darauf ein, <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/den-richtigen-coach-finden.html">worauf Sie bei der Auswahl eines guten Coaches konkret achten sollten</a>.</em></p>



<script type="application/ld+json">{"@context":"https://schema.org","@type":"FAQPage","mainEntity":[{"@type":"Question","name":"Ist „Coaching“ in Österreich verboten, wenn man keine Ausbildung hat?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Das Wort „Coaching“ darf verwendet werden – es ist nicht geschützt. Sobald die Tätigkeit aber inhaltlich psychosoziale Beratung ist (persönliche Themen, Lebensfragen, Krisen, Entwicklung), braucht man dafür in der Regel die Gewerbeberechtigung zur Lebens- und Sozialberatung. Die Bezeichnung ist frei, die Ausübung der Tätigkeit ist es nicht."}},{"@type":"Question","name":"Was ist der Unterschied zwischen Coaching, Lebens- und Sozialberatung und Psychotherapie?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Lebens- und Sozialberatung (oft auch „Coaching“ genannt) begleitet gesunde Menschen bei Entwicklung, Entscheidungen und Lebensfragen. Psychotherapie behandelt psychische Erkrankungen und ist ein eigener, streng geregelter Beruf mit geschütztem Titel. Ein seriöser Berater arbeitet innerhalb seiner Grenzen und verweist bei Bedarf weiter."}},{"@type":"Question","name":"Wie lange dauert die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Seit der Reform von 2022 umfasst sie sechs Semester. In der neuen akademischen Form als Bachelor Professional sind das 180 ECTS und damit rund 4.500 Stunden Gesamtaufwand – mit mindestens 584 Stunden Theorie, 750 Stunden supervidierter Praxis, 150 Stunden Selbsterfahrung sowie dokumentierten Beratungs- und Supervisionseinheiten."}},{"@type":"Question","name":"Wie prüfe ich, ob ein Coach eine Berechtigung hat?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Über das öffentliche Gewerberegister (GISA) oder das Firmen-A-Z der Wirtschaftskammer. Dort ist jede aktive Gewerbeberechtigung mit Namen und Berufsbezeichnung eingetragen."}}]}</script>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/woran-sie-einen-echten-coach-erkennen.html">Woran Sie einen echten Coach erkennen: Warum in Österreich die Lebens- und Sozialberatung dahintersteht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Partnerschaft verstehen: Wie Nähe, Konflikt und Veränderung zusammenhängen</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/partnerschaft-verstehen.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.judmaier.com/?p=3816</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beziehungen &#38; Partnerschaft verstehen Am Anfang einer Partnerschaft fühlt sich Nähe oft mühelos an. Mit&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/partnerschaft-verstehen.html">Partnerschaft verstehen: Wie Nähe, Konflikt und Veränderung zusammenhängen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<article class="judmaier-article">
<header>
<p class="eyebrow">Beziehungen &amp; Partnerschaft verstehen</p>
<p class="lead">Am Anfang einer Partnerschaft fühlt sich Nähe oft mühelos an. Mit der Zeit verändert sich das fast immer, und man spürt, wie Nähe, Konflikt und Veränderung in einer Partnerschaft zusammenhängen – aus Verliebtheit wird Alltag, aus spontaner Nähe wird eine Beziehung, die aktiv gestaltet werden will. Manche Paare wachsen dabei enger zusammen, andere entfremden sich, ohne dass ein einzelnes Ereignis dafür verantwortlich wäre. Dazu gehört, die Mechanismen dahinter zu erkennen: wie frühe Bindungserfahrungen nachwirken, warum sich Konfliktmuster wiederholen, und was Paare wissenschaftlich nachweisbar näher zueinander bringt – Partnerschaft verstehen heißt, genau das sichtbar zu machen.</p>
<p>Konkrete Schritte dazu, <a href="https://www.judmaier.com/konflikte/konflikte-loesen.html">wie sich Konflikte lösen lassen</a>, finden Sie in einem eigenen Beitrag.</p>
</header>
<section id="was-eine-partnerschaft-traegt">
<h2>Partnerschaft verstehen: Was eine Beziehung trägt</h2>
<p>Partnerschaft verstehen beginnt mit einer einfachen Beobachtung: Eine Partnerschaft lässt sich als fortlaufender Prozess beschreiben, in dem zwei Menschen Nähe, Autonomie und gemeinsame Bedeutung immer wieder neu austarieren. Keiner dieser drei Bereiche ist dabei ein einmal erreichter Zustand. Nähe verlangt Verletzlichkeit, Autonomie verlangt Abgrenzung, und gemeinsame Bedeutung entsteht erst durch geteilte Erfahrungen, Rituale und Zukunftsvorstellungen. Wenn eine Partnerschaft über Jahre trägt, bedeutet das in aller Regel nicht, dass diese drei Bereiche nie in Spannung zueinander standen – sondern dass ein Paar gelernt hat, mit dieser Spannung umzugehen.</p>
<p>Das unterscheidet sich deutlich vom populären Bild der „Traumbeziehung&#8220;, in der Nähe keine Anstrengung mehr kostet. Partnerschaft verstehen bedeutet deshalb auch, sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass anhaltende Zufriedenheit ein Zeichen für „die richtige Person&#8220; ist. Zufriedenheit in der Partnerschaft hängt, wie die Forschung zeigt, sehr viel stärker davon ab, wie ein Paar mit Nähe, Distanz und Konflikt umgeht als davon, wie reibungslos die Beziehung sich anfühlt.</p>
</section>
<section id="bindung-in-der-partnerschaft">
<h2>Wie frühe Bindungserfahrungen die Partnerschaft prägen</h2>
<p>Ein zentraler Erklärungsansatz dafür, warum sich Menschen in Partnerschaften unterschiedlich verhalten, stammt aus der Bindungsforschung. Die Psychologen Cynthia Hazan und Phillip Shaver übertrugen in den 1980er-Jahren die aus der Kindheitsforschung bekannten Bindungsstile erstmals systematisch auf romantische Beziehungen Erwachsener. Ihre zentrale These: Romantische Liebe funktioniert in wichtigen Teilen wie ein Bindungsprozess, ähnlich der Bindung zwischen einem Kind und seiner Bezugsperson (<a href="https://doi.org/10.1037/0022-3514.52.3.511" target="_blank" rel="noopener">Hazan &amp; Shaver, 1987</a>).</p>
<p>Wer sicher gebunden ist, kann Nähe zulassen und gleichzeitig eigenständig bleiben, ohne Verlassenwerden oder Vereinnahmung übermäßig zu fürchten. Unsicher-ängstliche Bindungsmuster gehen dagegen häufiger mit starker Sorge um die Beziehung einher, unsicher-vermeidende Muster eher mit Unbehagen bei zu viel Nähe. Eine umfassende Übersichtsarbeit zur erwachsenen Bindungsforschung betont dabei ausdrücklich: Diese Muster sind keine festen Charaktereigenschaften, sondern verändern sich je nach Beziehungserfahrung. Bindung ist damit einflussreich, aber nicht endgültig festgelegt (<a href="https://doi.org/10.1037/1089-2680.4.2.132" target="_blank" rel="noopener">Fraley &amp; Shaver, 2000</a>).</p>
<p>Für die Praxis heißt das: Wiederkehrende Reaktionen wie übermäßige Eifersucht, das Bedürfnis nach ständiger Bestätigung oder das reflexhafte Zurückweichen bei zu viel Nähe lassen sich oft nicht allein aus der aktuellen Beziehung erklären. Sie tragen häufig Spuren früherer Bindungserfahrungen in sich – ohne dass daraus eine endgültige Diagnose der eigenen Beziehungsfähigkeit folgt.</p>
</section>
<section id="phasen-der-partnerschaft">
<h2>Warum sich Partnerschaften über die Zeit verändern</h2>
<p>Ein Grund, warum sich viele Partnerschaften nach einiger Zeit „anders&#8220; anfühlen als am Anfang, liegt in einer Unterscheidung, die die Beziehungsforschung schon länger trifft: zwischen leidenschaftlicher und liebevoll-verbundener Liebe. Leidenschaftliche Liebe ist intensiv, körperlich spürbar und vergleichsweise kurzlebig. Liebevoll-verbundene Liebe entwickelt sich langsamer und beruht stärker auf Vertrauen, gemeinsamer Geschichte und tiefer Verbundenheit. Beide Formen schließen sich nicht aus, verändern über die Dauer einer Beziehung aber typischerweise ihr Verhältnis zueinander.</p>
<p>Für viele Paare fühlt sich dieser Übergang zunächst wie ein Verlust an – als würde etwas Wichtiges verschwinden. Missverstanden als Zeichen nachlassender Liebe, kann diese natürliche Verschiebung Verunsicherung auslösen. Verstanden als normaler Teil einer sich entwickelnden Partnerschaft, verliert sie einen Großteil ihrer Bedrohlichkeit. Entscheidend ist weniger, ob die anfängliche Intensität bleibt, sondern ob an ihre Stelle etwas Tragfähiges tritt.</p>
</section>
<section id="konfliktmuster">
<h2>Partnerschaft verstehen heißt auch: eigene Konfliktmuster erkennen</h2>
<p>Nicht der Konflikt selbst, sondern die Art, wie ein Paar mit ihm umgeht, gilt in der Beziehungsforschung als besonders aussagekräftig. Der Psychologe John Gottman beobachtete gemeinsam mit Robert Levenson über mehrere Jahre, wie Paare miteinander sprachen, stritten und sich wieder annäherten. Aus diesen Beobachtungen leiteten sie mehrere Kommunikationsmuster ab, die auffällig häufig mit späteren Trennungen einhergingen. Dazu zählen offene Kritik an der Person statt am Verhalten, Verachtung, Rechtfertigung und der emotionale Rückzug aus dem Gespräch (<a href="https://www.johngottman.net/wp-content/uploads/2011/05/Marital-processes-predictive-of-later-dissolution-behavior-physiology-and-health.pdf" target="_blank" rel="noopener">Gottman &amp; Levenson, 1992</a>).</p>
<p>Wichtig ist hier eine vorsichtige Einordnung. Die oft zitierten, sehr hohen Trefferquoten aus einzelnen Studien dieser Forschungsgruppe lassen sich nicht unkritisch auf jedes Paar übertragen. Die Stichproben waren vergleichsweise klein. Zudem fielen spätere Untersuchungen in ihrer Vorhersagegenauigkeit zurückhaltender aus. Der Kernbefund gilt in der Fachwelt trotzdem als gut abgesichert: Wie ein Paar mit Meinungsverschiedenheiten umgeht, sagt mehr über die langfristige Stabilität einer Partnerschaft aus als die Frage, ob überhaupt Konflikte auftreten. Konflikte gehören zu jeder Partnerschaft – entscheidend ist, ob sich Paare gegenseitig noch als Verbündete wahrnehmen, während sie unterschiedlicher Meinung sind.</p>
</section>
<section id="alte-muster-in-der-partnerschaft">
<h2>Warum wir in der Partnerschaft manchmal Muster unserer Herkunftsfamilie wiederholen</h2>
<p>Ein Muster, das in der Coachingpraxis immer wieder auftaucht: Menschen erkennen in ihrer eigenen Partnerschaft Verhaltensweisen wieder, die sie eigentlich aus der Beziehung ihrer Eltern kannten – und die sie sich für die eigene Beziehung anders vorgenommen hatten. Eine aktuellere Studie an frisch verheirateten Paaren untersuchte genau diesen Zusammenhang. Das Ergebnis: Wie im Elternhaus mit Konflikten umgegangen wurde, hängt mit dem eigenen Konfliktverhalten in der Partnerschaft zusammen. Das wirkt sich darüber auch auf die spätere Beziehungsqualität aus (<a href="https://journals.sagepub.com/eprint/JE2SMTADANFZPEZ65MY7/full" target="_blank" rel="noopener">Monk et al., 2021</a>).</p>
<p>Dieser Zusammenhang ist, wie meist in der Familienforschung, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, kein Determinismus. Ausführlicher haben wir diese Mechanismen im Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/psychologie/familiaere-systeme-praegung.html" target="_blank" rel="noopener">Familiäre Systeme: Wie sie uns prägen</a> beschrieben. Für die Partnerschaft bedeutet das konkret: Ein übernommenes Muster – etwa Konflikten grundsätzlich auszuweichen oder bei Anspannung besonders schnell laut zu werden – lässt sich erkennen und verändern. Die Herkunftsfamilie liefert dabei eine mögliche Erklärung, keine Entschuldigung und schon gar keine Festlegung.</p>
</section>
<section id="was-paaren-hilft">
<h2>Was Paaren wissenschaftlich nachweisbar hilft</h2>
<p>Über reine Beobachtungsstudien hinaus existiert inzwischen auch belastbare Forschung dazu, was Paaren aktiv hilft, wieder näher zueinander zu finden. Die emotionsfokussierte Paartherapie setzt genau an den oben beschriebenen Bindungsmustern an: Sie hilft Paaren, hinter dem sichtbaren Streit die eigentlichen, oft unausgesprochenen Bindungsbedürfnisse zu erkennen – etwa die Angst, nicht mehr wichtig zu sein, hinter einem Vorwurf. Eine Meta-Analyse mehrerer kontrollierter Studien bestätigt für diesen Ansatz überdurchschnittlich gute und über die Zeit stabile Effekte auf die Beziehungszufriedenheit (<a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/jmft.12336" target="_blank" rel="noopener">Rathgeber et al., 2019</a>).</p>
<p>Auch außerhalb einer Therapie oder eines Coachings lässt sich einiges ableiten. Gemeinsame positive Erfahrungen – etwa regelmäßige gemeinsame Aktivität – hängen nachweisbar mit höherer Beziehungszufriedenheit zusammen, wie wir im Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/gemeinsam-sport-treiben-als-paar-was-die-wissenschaft-sagt.html" target="_blank" rel="noopener">Gemeinsam Sport treiben als Paar</a> näher ausgeführt haben. Partnerschaft verstehen heißt hier vor allem, solche kleinen, wiederholbaren Erfahrungen bewusst wahrzunehmen. Entscheidend ist dabei weniger die konkrete Aktivität als die Erfahrung, gemeinsam etwas zu erleben und einander dabei als verlässlich zu erfahren.</p>
</section>
<section id="coaching-perspektive">
<h2>Coaching-Perspektive: Das Paar als System</h2>
<p>Im systemischen Verständnis ist eine Partnerschaft mehr als zwei Einzelpersonen, die nebeneinander agieren. Verhalten der einen Person hängt eng mit dem Verhalten der anderen zusammen – wer sich zurückzieht, löst beim anderen häufig verstärktes Nachfragen aus, was wiederum den Rückzug verstärkt. Solche zirkulären Dynamiken lassen sich schwer auflösen, solange nur nach der „schuldigen&#8220; Person gesucht wird. Hilfreicher ist häufig die Frage, welches Muster das Paar gemeinsam am Laufen hält – und an welcher Stelle im Kreislauf eine kleine Veränderung den größten Unterschied machen könnte.</p>
<p>Das zu verstehen, ist ein wichtiger erster Schritt, reicht aber, wie in vielen Bereichen persönlicher Entwicklung, allein oft noch nicht aus. Warum Einsicht allein selten reicht, um tatsächlich neues Verhalten zu etablieren, haben wir im Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/gewohnheiten/wissen-verhalten-luecke.html" target="_blank" rel="noopener">Ich weiß, was ich tun sollte – warum mache ich es trotzdem nicht?</a> ausführlicher untersucht. Coaching kann hier unterstützen, aus einem erkannten Muster konkrete, im Alltag umsetzbare Schritte zu entwickeln – ohne dabei einer der beiden Personen die Verantwortung für die gesamte Dynamik zuzuschreiben. Genau daran setzt die <a href="https://www.judmaier.com/paartherapie">Paarberatung in Wien</a> an: nicht an der Schuldfrage, sondern an dem, was ein Paar als System wieder beweglich macht.</p>
</section>
<section id="reflexionsfragen">
<h2>Reflexionsfragen zur eigenen Partnerschaft</h2>
<p>Die folgenden Fragen helfen dabei, Partnerschaft verstehen nicht nur als Theorie zu lesen, sondern auf die eigene Beziehung anzuwenden.</p>
<ul>
<li>In welchen Situationen ziehe ich mich zurück oder werde besonders laut – und was löst das typischerweise bei meinem Partner oder meiner Partnerin aus?</li>
<li>Welches Muster im Umgang mit Nähe oder Konflikt kenne ich aus meiner Herkunftsfamilie – und finde ich es in meiner heutigen Partnerschaft wieder?</li>
<li>Wann haben wir als Paar zuletzt bewusst etwas gemeinsam erlebt, ohne dass es um Organisation oder Probleme ging?</li>
<li>Nehmen wir uns in Konflikten noch als Verbündete wahrnehmen, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind?</li>
</ul>
</section>
<section id="faq">
<h2>Häufige Fragen</h2>
<h3>Bedeutet nachlassende Leidenschaft, dass die Liebe vorbei ist?</h3>
<p>Nicht zwingend. Die Forschung unterscheidet zwischen leidenschaftlicher und liebevoll-verbundener Liebe. Dass sich eine Partnerschaft von der einen Form stärker zur anderen verschiebt, ist ein häufiger, normaler Verlauf – kein zuverlässiges Warnsignal für sich genommen.</p>
<h3>Sind häufige Konflikte ein schlechtes Zeichen für eine Partnerschaft?</h3>
<p>Nicht die Häufigkeit von Konflikten, sondern der Umgang damit gilt in der Forschung als aussagekräftiger. Paare, die sich in Auseinandersetzungen weiterhin als Verbündete erleben, kommen mit Konflikten in der Regel deutlich besser zurecht als Paare, die Konflikte vermeiden, aber Kritik, Verachtung oder Rückzug zeigen, sobald sie doch entstehen.</p>
<h3>Kann man ungünstige Beziehungsmuster aus der eigenen Familie wirklich verändern?</h3>
<p>Ja, die Forschung beschreibt hier eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, kein Schicksal. Bewusstes Erkennen eines Musters und neue, korrigierende Beziehungserfahrungen können bestehende Muster über die Zeit verändern.</p>
<h3>Braucht man für Veränderung in der Partnerschaft immer eine Paartherapie?</h3>
<p>Nicht zwingend. Viele Paare profitieren bereits davon, eigene Muster bewusster wahrzunehmen und kleine, konkrete Veränderungen im Alltag umzusetzen. Bei tiefer verankerten oder wiederkehrenden Konflikten kann begleitete Unterstützung – etwa durch Paarberatung oder Coaching – jedoch deutlich helfen.</p>
</section>
<section id="fazit">
<h2>Fazit</h2>
<p>Partnerschaft verstehen bedeutet, sich von der Vorstellung einer mühelosen „Traumbeziehung&#8220; zu lösen und stattdessen zu erkennen, welche Mechanismen tatsächlich über Nähe, Konflikt und langfristige Zufriedenheit entscheiden. Frühe Bindungserfahrungen wirken nach, Konfliktmuster verraten mehr über die Stabilität einer Beziehung als das bloße Vorhandensein von Streit, und Muster aus der eigenen Herkunftsfamilie tauchen häufiger wieder auf, als es auf den ersten Blick scheint. Keiner dieser Zusammenhänge ist dabei ein festes Urteil. Sie beschreiben Tendenzen – und damit auch immer Ansatzpunkte, an denen bewusste Veränderung möglich ist.</p>
</section>
<section class="sources">
<h2>Ausgewählte wissenschaftliche Quellen</h2>
<ul>
<li><a href="https://doi.org/10.1037/0022-3514.52.3.511" target="_blank" rel="noopener">Hazan, C., &amp; Shaver, P. (1987): Romantic love conceptualized as an attachment process. Journal of Personality and Social Psychology, 52(3), 511–524.</a></li>
<li><a href="https://doi.org/10.1037/1089-2680.4.2.132" target="_blank" rel="noopener">Fraley, R. C., &amp; Shaver, P. R. (2000): Adult Romantic Attachment: Theoretical Developments, Emerging Controversies, and Unanswered Questions. Review of General Psychology, 4(2), 132–154.</a></li>
<li><a href="https://www.johngottman.net/wp-content/uploads/2011/05/Marital-processes-predictive-of-later-dissolution-behavior-physiology-and-health.pdf" target="_blank" rel="noopener">Gottman, J. M., &amp; Levenson, R. W. (1992): Marital Processes Predictive of Later Dissolution: Behavior, Physiology, and Health. Journal of Personality and Social Psychology, 63(2), 221–233.</a></li>
<li><a href="https://journals.sagepub.com/eprint/JE2SMTADANFZPEZ65MY7/full" target="_blank" rel="noopener">Monk, J. K., Ogolsky, B. G., Rice, T. M., Dennison, R. P., &amp; Ogan, M. (2021): The Role of Family-of-Origin Environment and Discrepancy in Conflict Behavior on Newlywed Marital Quality. Journal of Social and Personal Relationships.</a></li>
<li><a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/jmft.12336" target="_blank" rel="noopener">Rathgeber, M., Bürkner, P. C., Schiller, E. M., &amp; Holling, H. (2019): The Efficacy of Emotionally Focused Couples Therapy and Behavioral Couples Therapy: A Meta-Analysis. Journal of Marital and Family Therapy.</a></li>
</ul>
</section>
</article>
<p><script type="application/ld+json">{"@context":"https://schema.org","@type":"FAQPage","mainEntity":[{"@type":"Question","name":"Bedeutet nachlassende Leidenschaft, dass die Liebe vorbei ist?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Nicht zwingend. Die Forschung unterscheidet zwischen leidenschaftlicher und liebevoll-verbundener Liebe. Dass sich eine Partnerschaft von der einen Form stärker zur anderen verschiebt, ist ein häufiger, normaler Verlauf – kein zuverlässiges Warnsignal für sich genommen."}},{"@type":"Question","name":"Sind häufige Konflikte ein schlechtes Zeichen für eine Partnerschaft?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Nicht die Häufigkeit von Konflikten, sondern der Umgang damit gilt in der Forschung als aussagekräftiger. Paare, die sich in Auseinandersetzungen weiterhin als Verbündete erleben, kommen mit Konflikten in der Regel deutlich besser zurecht als Paare, die Konflikte vermeiden, aber Kritik, Verachtung oder Rückzug zeigen, sobald sie doch entstehen."}},{"@type":"Question","name":"Kann man ungünstige Beziehungsmuster aus der eigenen Familie wirklich verändern?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Ja, die Forschung beschreibt hier eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, kein Schicksal. Bewusstes Erkennen eines Musters und neue, korrigierende Beziehungserfahrungen können bestehende Muster über die Zeit verändern."}},{"@type":"Question","name":"Braucht man für Veränderung in der Partnerschaft immer eine Paartherapie?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Nicht zwingend. Viele Paare profitieren bereits davon, eigene Muster bewusster wahrzunehmen und kleine, konkrete Veränderungen im Alltag umzusetzen. Bei tiefer verankerten oder wiederkehrenden Konflikten kann begleitete Unterstützung – etwa durch Paarberatung oder Coaching – jedoch deutlich helfen."}}]}</script></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/partnerschaft-verstehen.html">Partnerschaft verstehen: Wie Nähe, Konflikt und Veränderung zusammenhängen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie Coaching helfen kann – und wann es das richtige Mittel ist</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/wie-coaching-helfen-kann-und-wann-es-das-richtige-mittel-ist.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 11:59:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Coaching & Veränderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.judmaier.com/?p=3736</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jobwechsel, Trennung, Dauerstress: Wenn man im Leben feststeckt, kann Coaching ein hilfreiches Mittel sein. Die&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/wie-coaching-helfen-kann-und-wann-es-das-richtige-mittel-ist.html">Wie Coaching helfen kann – und wann es das richtige Mittel ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Jobwechsel, Trennung, Dauerstress:</strong> Wenn man im Leben feststeckt, kann Coaching ein hilfreiches Mittel sein. Die Sozialpsychologin Christina Mühlberger von der Universität Salzburg erklärt im Interview mit den Salzburger Nachrichten, wie Coaching helfen kann, wann es wirkt – und wo seine Grenzen liegen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Coaching ist ein Begriff, der einem überall begegnet. Im Internet, in Stellenanzeigen, auf Social Media. Jeder scheint heute einen Coach zu haben oder selbst einer zu sein. Doch was steckt wirklich dahinter? Was leistet Coaching – und was nicht? Und wie findet man in einem unregulierten Markt den richtigen Coach?</p>



<p>Die Salzburger Nachrichten haben genau diese Fragen mit Christina Mühlberger besprochen, die an der Universität Salzburg zum Thema Coaching forscht. Ihre Antworten sind klar, differenziert – und für alle hilfreich, die gerade überlegen, ob Coaching für sie das Richtige sein könnte.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Was versteht man unter Coaching?</h2>



<p>Der Begriff begegnet einem in vielen Bereichen des Lebens – und das ist kein Zufall, denn Coaching ist grundsätzlich kein geschützter Begriff. Das heißt: Jede und jeder darf sich Coach nennen. Rechtlich gibt es keine Einschränkungen.</p>



<p>Im Sinne eines professionellen Beratungsformats bedeutet Coaching jedoch eine Interaktion zwischen Coach und Coachee, in der gemeinsam Ziele festgelegt werden. Diese Ziele werden dann in einem längeren Prozess bearbeitet, wobei der Coach die Klientin oder den Klienten dabei unterstützt, die Ziele zu erreichen, sich dabei selbst zu entwickeln und zu wachsen.</p>



<p>Ein zentraler Punkt, den Mühlberger betont: Im Coaching geht es sehr stark um diese definierten Ziele – und entscheidend ist, dass das Ziel vom Klienten oder der Klientin selbst ausgehen muss. Nicht der Coach gibt vor, wohin die Reise geht. Das ist eine der wesentlichsten Grundlagen des Formats.</p>



<p>Coaching kann in jedem möglichen Bereich eingesetzt werden – im beruflichen Kontext, aber auch im privaten. Zum Beispiel für Stressreduktion, Karrierewege oder Lebensübergänge wie <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/berufliche-neuorientierung.html">Jobwechsel</a>, <a href="https://www.judmaier.com/paartherapie">Trennung</a> oder Pensionierung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist der Unterschied zur Psychotherapie?</h2>



<p>Diese Frage stellt sich fast jeder, der zum ersten Mal ernsthaft über Coaching nachdenkt. Und sie ist berechtigt, denn es gibt durchaus Überschneidungen: Beide Formate arbeiten mit Veränderung, beide setzen auf eine vertrauensvolle Beziehung, und in beiden geht es letztlich darum, besser durchs Leben zu kommen.</p>



<p>Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Zielgruppe. Eine Therapie richtet sich an eine klinische Population – also an Menschen, bei denen Themen bearbeitet werden müssen, die in den klinischen, in den pathologischen Bereich gehen. Beim Coaching hingegen ist die Zielgruppe nicht die klinische Population.</p>



<p>Ein professioneller Coach muss das klar kommunizieren können und auch bereit sein, weiterzuverweisen, wenn jemand Unterstützung braucht, die über das hinausgeht, was Coaching leisten kann. Sofern ein Coach jedoch selbst eine entsprechende therapeutische Ausbildung mitbringt, kann er durchaus auch andere Methoden einsetzen – das ist dann aber ein wesentlicher Unterschied.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Wie findet man den richtigen Coach?</h2>



<p>Da Coaching kein geschützter Begriff ist und das Internet voller Angebote steckt, ist Orientierung oft schwierig. Mühlberger empfiehlt, sich zunächst darüber klar zu werden, was das eigene Thema ist. Dann kann man sich an Menschen aus dem Umfeld orientieren, die vielleicht schon gute Erfahrungen mit Coaching gemacht haben.</p>



<p>Darüber hinaus lohnt sich ein genauerer Blick: Gibt es eine Internetseite? Welche Ausbildung hat der Coach? Welche Themen werden bearbeitet – und kann er oder sie meine Themen auch wirklich bearbeiten?</p>



<p>Bei der Ausbildung gilt: Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass diese wissenschaftlich fundiert ist. Es gibt beispielsweise einen Lehrgang an der Universität Salzburg. Viele Institute bieten Ausbildungen an und arbeiten dabei sehr oft mit Wissenschafterinnen und Wissenschaftern zusammen. Auch bei Berufsverbänden kann man nachschauen, welche Ausbildungen angeboten werden – und nicht nur nach Coaches suchen, sondern auch nach Ausbildungsinstituten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Wie läuft ein Coaching ab?</h2>



<p>Coaching ist ein zielgerichteter, auf die Zukunft ausgerichteter Prozess, der individuell auf die Anliegen des Coachees zugeschnitten wird – kein starres Programm, aber mit klarer Struktur. In der ersten Stunde geht es vor allem um gegenseitiges Kennenlernen und darum, das Hauptthema und die Ziele zu klären. Größere Ziele werden dabei oft in überschaubare Zwischenschritte aufgeteilt, damit der Prozess greifbar bleibt.</p>



<p>In den folgenden Sitzungen werden diese Zwischenschritte gezielt erarbeitet – mit Übungen, die eigene Ressourcen sichtbar machen und stärken. Der Coach begleitet dabei kontinuierlich durch den Veränderungsprozess, bleibt aber zeitlich begrenzt: Eine typische Coachingeinheit dauert 50 bis 60 Minuten, was eine fokussierte Arbeitsweise ermöglicht.</p>



<p>Wie gut dieser Prozess wirkt, hängt stark von der Person ab, die ihn begleitet – siehe dazu auch den Abschnitt „Wie findet man den richtigen Coach?&#8220; oben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wirkt Coaching überhaupt? Und wie?</h2>



<p>An der Universität Salzburg wird genau das erforscht. Mühlberger und ihr Team führen viele Coachings durch – auch weil die Ausbildung für Masterstudierende angeboten wird. Daneben gibt es Coachings für Nichtstudierende, zuletzt zum Beispiel zum Thema Stress.</p>



<p>Die Forschung zeigt: Coaching wirkt – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Besonders wirksam sind dabei sogenannte Selbstführungs-Coachings, also Formate, die gezielt die eigene Handlungsfähigkeit und innere Steuerung stärken. Diese werden im Normalfall als besonders hochwertig und damit auch entsprechend teuer eingestuft.</p>



<p>Derzeit sucht die Universität Salzburg noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine neue Studie. Interessierte erhalten fünf kostenlose Selbstführungs-Coachings – Formate, die im regulären Markt bis zu 2.500 Euro kosten können. Teilnehmen kann grundsätzlich jeder und jede. Wichtig ist, schon ein konkretes Thema mitzubringen, an dem man aktiv arbeiten will – beruflich oder persönlich. Vor dem Coaching ist ein Fragebogen auszufüllen, auch nach einigen der Sitzungen (dafür gibt es eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro). Bei Interesse: <a href="mailto:selbstfuehrungscoaching.sbg@gmail.com">selbstfuehrungscoaching.sbg@gmail.com</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Die Nachfrage nach Coaching boomt – aus gutem Grund</h2>



<p>Coaching boomt nach wie vor, und das hat laut Mühlberger einen klaren Grund: Die Menschen haben alle möglichen Anliegen, die Nachfrage steigt – vor allem in einer Welt, in der viele Veränderungen passieren und die Belastung und Bedrohung von außen immer mehr zunehmen.</p>



<p>Das erlebe ich in meiner täglichen Arbeit als <a href="https://www.judmaier.com/life-coaching">Coach in Wien</a> genauso. Die Themen, mit denen Menschen zu mir kommen, sind selten trivial: Es geht um echte Weggabelungen, um anhaltende innere Unruhe, um das Gefühl, nicht mehr zu wissen, wohin die eigene Reise gehen soll. Und genau dort kann Coaching – wenn es professionell gemacht wird – eine kraftvolle Unterstützung sein.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Mein persönlicher Zugang als Coach</h2>



<p>Als zertifizierter Lebens- und Sozialberater, Mediator und Coach in Wien begegne ich täglich Menschen, die genau an dieser Frage stehen: Brauche ich Coaching? Therapie? Oder reicht vielleicht ein gutes Gespräch?</p>



<p>Was mich an diesem Interview in den Salzburger Nachrichten besonders anspricht, ist die Klarheit darüber, was Coaching kann – und was nicht. Diese Ehrlichkeit fehlt im Markt oft. Zu viele Angebote versprechen Wunderdinge, ohne auch nur ansatzweise transparent zu machen, welche Ausbildung dahintersteckt oder ob das eigene Anliegen überhaupt in den Bereich Coaching fällt.</p>



<p>Für mich gilt: Ein gutes Erstgespräch beginnt damit, ehrlich zu klären, ob Coaching das richtige Format ist. Manchmal ist die Antwort: Ja, unbedingt. Manchmal ist es: Eher eine Therapie. Und manchmal ist es: Beides. Diese Klarheit schulde ich meinen Klientinnen und Klienten – genau das zeigt, wie Coaching helfen kann, wenn es ehrlich und professionell begleitet wird.</p>



<p>Wenn du neugierig bist, ob Coaching für dein Thema das Richtige wäre, freue ich mich auf <a href="https://www.judmaier.com/kontaktieren-sie-mich">ein erstes Gespräch</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><em>Quelle: Eva Hammerer, „Wie Coaching helfen kann&#8220;, Salzburger Nachrichten, 5. Juni 2026 – <a href="https://www.sn.at/panorama/wissen/wie-coaching-helfen-kann-entscheidend-ist-dass-das-ziel-vom-klienten-oder-der-klientin-selbst-ausgehen-muss-art-654320">zum Artikel</a></em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie?</h3>



<p>Beide Formate arbeiten mit Veränderung und einer vertrauensvollen Beziehung. Der entscheidende Unterschied liegt in der Zielgruppe: Eine Therapie richtet sich an Menschen mit klinischen, pathologischen Themen, während Coaching für eine nicht-klinische Zielgruppe gedacht ist. Ein professioneller Coach muss klar kommunizieren können, wann ein Anliegen über Coaching hinausgeht, und in diesem Fall weiterverweisen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie findet man einen seriösen Coach in einem unregulierten Markt?</h3>



<p>Wichtig ist, auf eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung zu achten – etwa an einer Universität oder einem Institut, das mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammenarbeitet. Auch Berufsverbände geben Auskunft über anerkannte Ausbildungsinstitute, nicht nur über einzelne Coaches.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie läuft ein Coaching-Prozess ab?</h3>



<p>Coaching ist ein zielgerichteter, individuell zugeschnittener Prozess mit klarer Struktur. In der ersten Stunde geht es vor allem um gegenseitiges Kennenlernen sowie darum, das Hauptthema und die Ziele zu klären; größere Ziele werden danach in konkrete Schritte gestuft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie Coaching helfen kann: wirkt es auch nachweislich?</h3>



<p>Ja – die Forschung der Universität Salzburg zeigt, dass Coaching wirkt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Besonders wirksam sind sogenannte Selbstführungs-Coachings, die gezielt die eigene Handlungsfähigkeit und innere Steuerung stärken – so kann Coaching helfen, in schwierigen Lebensphasen wieder Klarheit zu gewinnen.</p>


<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "FAQPage",
  "mainEntity": [
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Beide Formate arbeiten mit Veränderung und einer vertrauensvollen Beziehung. Der entscheidende Unterschied liegt in der Zielgruppe: Eine Therapie richtet sich an Menschen mit klinischen, pathologischen Themen, während Coaching für eine nicht-klinische Zielgruppe gedacht ist. Ein professioneller Coach muss klar kommunizieren können, wann ein Anliegen über Coaching hinausgeht, und in diesem Fall weiterverweisen."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Wie findet man einen seriösen Coach in einem unregulierten Markt?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Wichtig ist, auf eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung zu achten – etwa an einer Universität oder einem Institut, das mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammenarbeitet. Auch Berufsverbände geben Auskunft über anerkannte Ausbildungsinstitute, nicht nur über einzelne Coaches."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Wie läuft ein Coaching-Prozess ab?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Coaching ist ein zielgerichteter, individuell zugeschnittener Prozess mit klarer Struktur. In der ersten Stunde geht es vor allem um gegenseitiges Kennenlernen sowie darum, das Hauptthema und die Ziele zu klären; größere Ziele werden danach in konkrete Schritte gestuft."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Wie Coaching helfen kann: wirkt es auch nachweislich?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Ja – die Forschung der Universität Salzburg zeigt, dass Coaching wirkt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Besonders wirksam sind sogenannte Selbstführungs-Coachings, die gezielt die eigene Handlungsfähigkeit und innere Steuerung stärken – so kann Coaching helfen, in schwierigen Lebensphasen wieder Klarheit zu gewinnen."
      }
    }
  ]
}
</script><p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/wie-coaching-helfen-kann-und-wann-es-das-richtige-mittel-ist.html">Wie Coaching helfen kann – und wann es das richtige Mittel ist</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn die Liebe kippt: Was eine neue Studie über das Ende von Beziehungen verrät</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/wenn-die-liebe-kippt-was-eine-neue-studie-ueber-das-ende-von-beziehungen-verraet.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 09:16:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.judmaier.com/?p=3490</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was eine neue Studie verrät: Beziehung Kipppunkt – gibt es einen Moment, in dem eine&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/wenn-die-liebe-kippt-was-eine-neue-studie-ueber-das-ende-von-beziehungen-verraet.html">Wenn die Liebe kippt: Was eine neue Studie über das Ende von Beziehungen verrät</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was eine neue Studie verrät: <strong>Beziehung Kipppunkt</strong> – gibt es einen Moment, in dem eine Beziehung unwiederbringlich kippt – lange bevor einer der Partner es ausspricht? Die Antwort lautet: ja. Genau das beschreibt das Konzept des <strong>Beziehung Kipppunkts</strong>, das Psychologin Janina Bühler von der Universität Mainz erstmals in einer groß angelegten Langzeitstudie empirisch nachgewiesen hat. Wer diesen Wendepunkt versteht, versteht auch, warum frühzeitiges Handeln – und im Zweifelsfall eine Paartherapie – den entscheidenden Unterschied machen kann.</p>



<p>Umso wichtiger ist es, <a href="https://www.judmaier.com/konflikte/konflikte-loesen.html">Konflikte frühzeitig zu lösen</a>, bevor sie sich festsetzen.</p>





<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Beziehung Kipppunkt: Was die Wissenschaft nachgewiesen hat</h2>



<p>Janina Bühler, Psychologin, Paartherapeutin und Assistenzprofessorin an der <a href="https://www.ppd.psychologie.uni-mainz.de/jun-prof-dr-janina-buehler/">Universität Mainz</a>, hat gemeinsam mit ihrem Kollegen Ulrich Orth von der Universität Bern Daten von über 20.000 Personen aus vier nationalen Langzeitstudien ausgewertet – der bisher größten Datenbasis dieser Art. Das Ergebnis, <a href="https://presse.uni-mainz.de/wendepunkt-in-der-paarbeziehung-markiert-den-anfang-vom-ende/">im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht</a>: Beziehungen, die in einer Trennung enden, zeigen ein charakteristisches Zwei-Phasen-Muster.</p>



<p>Zunächst sinkt die Beziehungszufriedenheit über Jahre hinweg leicht und kontinuierlich – das ist normal und zunächst nicht beunruhigend. Dann aber kommt der Beziehung Kipppunkt, auch Transitionspunkt genannt: Ab diesem Moment bricht die Zufriedenheit steil ein. Paare steuern ab hier binnen sieben bis 28 Monaten auf eine Trennung zu.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kündigt sich der Beziehung Kipppunkt an?</h2>



<p>Woran erkenne ich, dass meine Beziehung diesen Wendepunkt erreicht hat? Laut Bühler gibt es kein einheitliches Muster – die Vorzeichen können sehr unterschiedlich aussehen:</p>



<p><strong>Mehr Konflikt:</strong> Häufigere Streitigkeiten, destruktive Kommunikation, Sätze wie „du machst das immer&#8220; oder „nie tust du das&#8220; – klassische Anklagemuster mit ebenso klassischen Abwehrhaltungen als Reaktion.</p>



<p><strong>Mehr Stille:</strong> Paradoxerweise kann sich der Beziehung Kipppunkt auch durch Schweigen ankündigen. Keine Vorwürfe, kein Nörgeln – aber auch kein echtes Gespräch mehr. Eine schleichende, leise Entfremdung.</p>



<p><strong>Emotionaler Rückzug:</strong> Einer oder beide Partner distanzieren sich innerlich. Die Distanz wächst, ohne dass es einen großen Knall gegeben hätte.</p>



<p>Wer sich in diesen Mustern wiedererkennt, findet auf <a href="https://www.grabow-beratung.de/themen/wann-ist-eine-paartherapie-sinnvoll">Grabow-Beratung.de</a> weitere Anhaltspunkte zu Kommunikationsproblemen in Partnerschaften.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Die Klimaanalogie: Warum wir Warnsignale ignorieren</h2>



<p>Bühler wählt im Gespräch eine Formulierung, die aufhorchen lässt: Was beim Beziehung Kipppunkt passiert, erinnere sie an Kipppunkte in der Klimaforschung. Wissenschaftler warnen seit Jahren vor kritischen Schwellen – und trotzdem machen wir weiter wie bisher. In der Liebe ist es ähnlich: Man spürt, dass etwas nicht stimmt, ahnt es vielleicht sogar. Aber Gewohnheit, Verlustangst und das Hoffen auf Besserung halten uns davon ab, rechtzeitig zu handeln.</p>



<p>„Ähnlich wie beim Klima ist es wichtig, auch in der Liebe frühzeitig zu intervenieren&#8220;, sagt Bühler. Je eher man eingreife, desto größer die Chancen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Das verflixte zehnte Jahr – nicht alle Paare sind gefährdet</h2>



<p>Eine beruhigende Erkenntnis aus der Forschung: Nicht jede Beziehung steuert zwangsläufig auf einen Kipppunkt zu. Bühler hat in einer ergänzenden Studie gezeigt, dass die Zufriedenheit nach etwa zehn Beziehungsjahren zwar einen Tiefpunkt erreicht – danach aber wieder ansteigt und sich bei rund 77 Prozent einpendeln kann.</p>



<p>Das „verflixte siebte Jahr&#8220; entpuppt sich übrigens als statistisches Artefakt: Da Paare im Schnitt nach 3,8 Jahren heiraten, fällt der Tiefpunkt auf das siebte Ehejahr – tatsächlich aber auf das zehnte Beziehungsjahr. Mehr dazu im Interview mit Bühler bei Der Bund.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Zu hohe Erwartungen als stiller Beziehungskiller</h2>



<p>Ein weiterer Faktor aus Bühlers therapeutischer Praxis: überzogene Erwartungen. Viele Paare kommen mit einer langen Liste, was die Partnerin oder der Partner sein soll – bester Freund, verlässlicher Alltagsmensch, leidenschaftlicher Liebhaber, aufmerksamer Elternteil. Das ist eine enorme Last für eine einzelne Person.</p>



<p>Bühler plädiert für aktives Enttäuschungsmanagement. Besonders nach der Geburt eines Kindes empfiehlt sie, die eigenen Erwartungen bewusst herunterzuschrauben. Auch unbequeme Empfindungen – dass uns die Menschen, die wir lieben, manchmal nerven oder langweilen können – gehörten zur Beziehungsrealität dazu und verdienten einen ehrlichen Platz.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Paartherapie: Warum kommen die meisten zu spät?</h2>



<p>Ein treffendes Bild aus dem Interview: Paare suchen Paartherapie wie Autofahrer eine Werkstatt – erst wenn der Motor streikt, nicht zur routinemäßigen Inspektion. Dabei wirkt professionelle Begleitung als Prophylaxe oft wirkungsvoller als als Krisenintervention.</p>



<p>Bühler vergleicht es mit dem Zahnarzt: Man geht zur Prophylaxe, bevor der Zahn schmerzt. <a href="https://boesels.at/paartherapie-wann-ist-der-richtige-zeitpunkt/">Bösels Paartherapie-Blog</a> bringt es auf den Punkt: Wer wartet, bis alles in Trümmern liegt, erschwert die Arbeit erheblich.</p>



<p>Wann also ist der richtige Zeitpunkt? Sobald man merkt, dass „es nicht mehr so rund läuft&#8220;. Kein Ultimatum, kein Einzelereignis nötig. Die Psychologin Linda Mitterweger hat eine einprägsame Faustregel geprägt, nachzulesen auf <a href="https://www.desired.de/liebe/beziehung/beziehungsprobleme/paartherapie/">Desired.de</a>: „Wenn du zum ersten Mal darüber nachdenkst, zur Paartherapie zu gehen, dann mach direkt einen Termin.&#8220;</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Was in der Paartherapie wirklich passiert</h2>



<p>Bühler beschreibt das Kernprinzip klar: In der Therapie gibt es eine dritte Person, die nicht Partei ergreift, sondern das Gespräch moderiert und das Paar als System betrachtet. Kein Gewinnen, kein Verlieren – eher zwei Mannschaften, die mit einem Schiedsrichter gemeinsame Regeln lernen.</p>



<p>Es geht darum, aus dem Muster „du machst immer das, ich mache immer das&#8220; herauszutreten. Der geschützte Rahmen erlaubt Gespräche, die zu Hause selten gelingen. Die Zahlen sprechen dafür: Bei jedem zweiten Paar verbessert sich die Beziehung nach durchschnittlich 15 Sitzungen, wie Stadt-Wien.at berichtet. Für alle in Österreich: Die <a href="https://www.seelisches-wohl-im-zentrum.at/paartherapie">Citypraxis im 1. Bezirk</a> bietet detaillierte Informationen zu Ablauf und Kosten.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Den Beziehung Kipppunkt erkennen – bevor es zu spät ist</h2>



<p>Die Studie von Bühler und Orth gibt kein Patentrezept gegen Trennungen. Aber sie schärft das Bewusstsein: Beziehungen enden selten von heute auf morgen. Es gibt Muster, es gibt Signale – und es gibt ein Zeitfenster, in dem eine Intervention noch trägt.</p>



<p>Frühzeitig hinschauen. Die eigenen Erwartungen ehrlich prüfen. Und wenn nötig: professionelle Begleitung suchen – nicht als Eingeständnis des Scheiterns, sondern als Zeichen, dass die Beziehung einem etwas wert ist.</p>



<p>Mehr über professionelle Beziehungsbegleitung: <a href="https://www.judmaier.com/paartherapie">Paartherapie Wien</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Häufig gestellte Fragen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Was genau ist der Beziehung Kipppunkt?</h3>



<p>Der Beziehung Kipppunkt (auch Transitionspunkt genannt) ist laut der Langzeitstudie von Psychologin Janina Bühler (Universität Mainz) der Moment, ab dem die zuvor nur langsam sinkende Beziehungszufriedenheit steil einbricht. Ab diesem Punkt steuern Paare häufig binnen sieben bis 28 Monaten auf eine Trennung zu.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Woran erkenne ich, dass meine Beziehung diesen Wendepunkt erreicht hat?</h3>



<p>Es gibt kein einheitliches Muster, aber typische Anzeichen sind vermehrte Konflikte mit destruktiver Kommunikation, emotionaler Rückzug und das Gefühl, dass sich die Erwartungen an die Beziehung nicht mehr erfüllen. Wer diese Signale früh erkennt, hat noch ein Zeitfenster, um gegenzusteuern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sind alle Paare gleichermaßen vom Beziehung Kipppunkt gefährdet?</h3>



<p>Nein. Laut Bühlers Forschung ist nicht jede Beziehung zwangsläufig betroffen – bestimmte Phasen, etwa das „verflixte zehnte Jahr&#8220;, gelten als sensibler, aber es ist kein Automatismus. Auch zu hohe Erwartungen an die Beziehung erhöhen das Risiko eines schleichenden Kipppunkts.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Warum kommen die meisten Paare erst spät in die Paartherapie?</h3>



<p>Viele Paare suchen professionelle Begleitung erst, wenn die Beziehung bereits stark belastet ist – ähnlich wie man erst zur Werkstatt geht, wenn der Motor streikt. Dabei wirkt Paartherapie als vorbeugende Begleitung oft wirkungsvoller als reine Krisenintervention.</p>


<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "FAQPage",
  "mainEntity": [
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Was genau ist der Beziehung Kipppunkt?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Der Beziehung Kipppunkt (auch Transitionspunkt genannt) ist laut der Langzeitstudie von Psychologin Janina Bühler (Universität Mainz) der Moment, ab dem die zuvor nur langsam sinkende Beziehungszufriedenheit steil einbricht. Ab diesem Punkt steuern Paare häufig binnen sieben bis 28 Monaten auf eine Trennung zu."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Woran erkenne ich, dass meine Beziehung diesen Wendepunkt erreicht hat?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Es gibt kein einheitliches Muster, aber typische Anzeichen sind vermehrte Konflikte mit destruktiver Kommunikation, emotionaler Rückzug und das Gefühl, dass sich die Erwartungen an die Beziehung nicht mehr erfüllen. Wer diese Signale früh erkennt, hat noch ein Zeitfenster, um gegenzusteuern."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Sind alle Paare gleichermaßen vom Beziehung Kipppunkt gefährdet?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Nein. Laut Bühlers Forschung ist nicht jede Beziehung zwangsläufig betroffen – bestimmte Phasen, etwa das „verflixte zehnte Jahr\", gelten als sensibler, aber es ist kein Automatismus. Auch zu hohe Erwartungen an die Beziehung erhöhen das Risiko eines schleichenden Kipppunkts."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Warum kommen die meisten Paare erst spät in die Paartherapie?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Viele Paare suchen professionelle Begleitung erst, wenn die Beziehung bereits stark belastet ist – ähnlich wie man erst zur Werkstatt geht, wenn der Motor streikt. Dabei wirkt Paartherapie als vorbeugende Begleitung oft wirkungsvoller als reine Krisenintervention."
      }
    }
  ]
}
</script><p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/wenn-die-liebe-kippt-was-eine-neue-studie-ueber-das-ende-von-beziehungen-verraet.html">Wenn die Liebe kippt: Was eine neue Studie über das Ende von Beziehungen verrät</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gemeinsam Sport treiben als Paar: Was die Wissenschaft sagt</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/gemeinsam-sport-treiben-als-paar-was-die-wissenschaft-sagt.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.judmaier.com/?p=3685</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gemeinsam Sport treiben als Paar: Mehr als nur Fitness Viele Paare suchen nach Wegen, um&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/gemeinsam-sport-treiben-als-paar-was-die-wissenschaft-sagt.html">Gemeinsam Sport treiben als Paar: Was die Wissenschaft sagt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Gemeinsam Sport treiben als Paar: Mehr als nur Fitness</h2>
<p>Viele Paare suchen nach Wegen, um ihre Beziehung lebendig zu halten und trotz Alltag, Arbeit und Verpflichtungen echte Zeit miteinander zu verbringen. Eine Möglichkeit, die dabei oft unterschätzt wird: <strong>gemeinsam Sport treiben als Paar</strong>. Was zunächst wie eine praktische Lösung für den vollen Terminkalender klingt, hat tatsächlich tiefgreifende Auswirkungen auf die Beziehungsqualität – und die Wissenschaft gibt dem recht.</p>
<h2>Was die Forschung sagt</h2>
<p>Julia trainiert seit Jahren regelmäßig gemeinsam mit ihrem Partner im Fitnessstudio. Ihr Fazit: gegenseitige Motivation, geteilte Erlebnisse, weniger innere Widerstände beim Training – und ganz nebenbei mehr Gespräche und Nähe. Was sie intuitiv erlebt, wird durch sportwissenschaftliche Erkenntnisse untermauert.</p>
<p>Professor Jens Kleinert, Sportwissenschaftler und promovierter Arzt am psychologischen Institut der <a href="https://www.dshs-koeln.de" rel="noopener" target="_blank">Deutschen Sporthochschule Köln</a>, bringt es auf den Punkt: Sich gegenseitig zu unterstützen und schöne Dinge gemeinsam zu erleben schweißt eine Beziehung zusammen. Das ist keine romantische Behauptung, sondern eine psychologisch fundierte Beobachtung.</p>
<p>Eine Studie aus dem Jahr 2021 liefert konkrete Belege: An Tagen, an denen Paare <strong>gemeinsam Sport trieben</strong>, fühlten sie sich nicht nur während des Trainings besser. Sie waren den <strong>gesamten Tag über positiver gestimmt</strong> und berichteten von einer höheren Zufriedenheit mit ihrer Beziehung. Sport als Paar wirkt also weit über die Trainingsstunde hinaus.</p>
<h2>Warum Sport die Beziehung verändert</h2>
<p>Beim gemeinsamen Sport erleben Partner einander in einer ganz anderen Rolle als im gewohnten Alltag. Man sieht den anderen nicht als Kollegen, Elternteil oder Haushaltspartner, sondern als Mensch – mit Ehrgeiz, Humor, Durchhaltevermögen und Verletzlichkeit. Das schafft eine neue Schicht von Vertrautheit.</p>
<p>Gleichzeitig passiert auf körperlicher Ebene etwas Wesentliches: <strong>Stresshormone werden abgebaut, Endorphine ausgeschüttet.</strong> Wer nach einer intensiven Laufeinheit oder einem gemeinsamen Kurs nach Hause kommt, ist schlicht in einem anderen emotionalen Zustand – offener, entspannter, verbundener. Diese biochemische Veränderung ist kein Zufall, sondern ein handfester Mechanismus, den Paare bewusst nutzen können.</p>
<p>Aus meiner Arbeit als Coach und Paartherapeut kenne ich viele Paare, die sich im Alltag kaum noch wirklich begegnen. Gemeinsame Aktivitäten, die aus der Routine herausführen und den Körper einbeziehen, können dabei eine erstaunlich direkte Wirkung haben. Nicht weil Sport Probleme löst – aber weil er den Rahmen schafft, in dem echte Begegnung wieder möglich wird.</p>
<h2>Praktische Tipps für den Start</h2>
<p>Professor Kleinert empfiehlt, einige wichtige Punkte vorab zu klären, damit das gemeinsame Training nicht zur Quelle von Spannungen wird. Aus meiner Coaching-Erfahrung ergänze ich diese Empfehlungen um einige weitere Überlegungen:</p>
<ul>
<li><strong>Erwartungen klären:</strong> Möchtet ihr wirklich zusammen trainieren oder einfach nur zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein? Beides ist legitim – aber es sollte bewusst gewählt werden.</li>
<li><strong>Umgang mit Ratschlägen besprechen:</strong> Darf der Partner Tipps geben? Wie reagiert ihr auf Korrekturen? Hier entstehen schnell ungewollte Dynamiken, die besser vorher geklärt werden.</li>
<li><strong>Nach ein bis zwei Wochen reflektieren:</strong> Fühlt sich das Training gemeinsam gut an? Bringt es euch näher oder erzeugt es Druck? Eine kurze, ehrliche Rückschau hilft, das Format anzupassen.</li>
<li><strong>Gemeinsam muss nicht alles zusammen bedeuten:</strong> Vielleicht lauft ihr zusammen ins Fitnessstudio, trainiert dann aber unterschiedliche Programme. Auch das ist eine Form von Gemeinsamkeit – ohne Leistungsvergleich oder gegenseitige Abhängigkeit.</li>
<li><strong>Verschiedene Leistungsniveaus akzeptieren:</strong> Unterschiedliche Fitness oder unterschiedliche Ziele sind kein Problem, solange sie nicht zur Bühne für alte Machtkämpfe werden.</li>
</ul>
<h2>Wenn Sport allein nicht ausreicht</h2>
<p>Gemeinsam Sport treiben als Paar ist ein wirksamer Baustein für eine lebendige Beziehung – aber kein Allheilmittel. Wenn die Spannungen zwischen zwei Menschen tiefer liegen, wenn Kommunikation schwierig ist oder alte Verletzungen im Raum stehen, dann braucht es mehr als gemeinsame Laufschuhe.</p>
<p>In solchen Situationen kann professionelle Unterstützung den Unterschied machen. Die <a href="https://www.judmaier.com/paartherapie">Paartherapie Wien</a> bietet einen geschützten Rahmen, in dem Paare lernen, wieder in echten Kontakt zu kommen – offen, ehrlich und mit dem Ziel, gemeinsam weiterzuwachsen.</p>
<p>Sport kann dabei ein schöner erster Schritt sein. Ein Schritt raus aus dem Kopf, rein in den Moment – und rein in die Beziehung.</p>
<p><em>Quelle: RBB24 Inforadio.</em></p>
<h2>Häufig gestellte Fragen</h2>
<h3>Warum stärkt gemeinsamer Sport die Beziehung zwischen Paaren?</h3>
<p>Laut Sportwissenschaftler Prof. Jens Kleinert von der Deutschen Sporthochschule Köln schweißt es Paare zusammen, wenn sie sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam schöne Erfahrungen erleben. Eine Studie aus dem Jahr 2021 zeigt zudem, dass Paare an Tagen mit gemeinsamem Sport den ganzen Tag über positiver gestimmt sind und eine höhere Beziehungszufriedenheit berichten.</p>
<h3>Was zeigt die Studie aus dem Jahr 2021 konkret?</h3>
<p>Die Studie belegt, dass Paare, die gemeinsam Sport trieben, sich nicht nur während des Trainings besser fühlten, sondern über den gesamten Tag hinweg positiver gestimmt waren und ihre Beziehung als zufriedenstellender erlebten. Der Effekt von Sport treiben als Paar reicht also weit über die eigentliche Trainingsstunde hinaus.</p>
<h3>Worauf sollten Paare achten, wenn sie mit gemeinsamem Sport starten?</h3>
<p>Wichtig ist, vorab Erwartungen zu klären – wollt ihr wirklich gemeinsam trainieren oder nur gleichzeitig am gleichen Ort sein? Ebenso hilfreich ist es, den Umgang mit Ratschlägen und Korrekturen offen zu besprechen und nach ein bis zwei Wochen gemeinsam zu reflektieren, wie es läuft.</p>
<h3>Reicht gemeinsamer Sport aus, um Beziehungsprobleme zu lösen?</h3>
<p>Nein. Sport treiben als Paar ist ein wirksamer Baustein für eine lebendige Beziehung, aber kein Allheilmittel. Liegen die Spannungen tiefer oder ist die Kommunikation schwierig, kann eine Paartherapie Wien den geschützten Rahmen bieten, in dem Paare wieder in echten Kontakt kommen.</p>
<p><script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "FAQPage",
  "mainEntity": [
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Warum stärkt gemeinsamer Sport die Beziehung zwischen Paaren?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Laut Sportwissenschaftler Prof. Jens Kleinert von der Deutschen Sporthochschule Köln schweißt es Paare zusammen, wenn sie sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam schöne Erfahrungen erleben. Eine Studie aus dem Jahr 2021 zeigt zudem, dass Paare an Tagen mit gemeinsamem Sport den ganzen Tag über positiver gestimmt sind und eine höhere Beziehungszufriedenheit berichten."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Was zeigt die Studie aus dem Jahr 2021 konkret?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Die Studie belegt, dass Paare, die gemeinsam Sport trieben, sich nicht nur während des Trainings besser fühlten, sondern über den gesamten Tag hinweg positiver gestimmt waren und ihre Beziehung als zufriedenstellender erlebten. Der Effekt von Sport treiben als Paar reicht also weit über die eigentliche Trainingsstunde hinaus."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Worauf sollten Paare achten, wenn sie mit gemeinsamem Sport starten?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Wichtig ist, vorab Erwartungen zu klären – wollt ihr wirklich gemeinsam trainieren oder nur gleichzeitig am gleichen Ort sein? Ebenso hilfreich ist es, den Umgang mit Ratschlägen und Korrekturen offen zu besprechen und nach ein bis zwei Wochen gemeinsam zu reflektieren, wie es läuft."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Reicht gemeinsamer Sport aus, um Beziehungsprobleme zu lösen?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Nein. Sport treiben als Paar ist ein wirksamer Baustein für eine lebendige Beziehung, aber kein Allheilmittel. Liegen die Spannungen tiefer oder ist die Kommunikation schwierig, kann eine Paartherapie Wien den geschützten Rahmen bieten, in dem Paare wieder in echten Kontakt kommen."
      }
    }
  ]
}
</script></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/paarberatung-de/gemeinsam-sport-treiben-als-paar-was-die-wissenschaft-sagt.html">Gemeinsam Sport treiben als Paar: Was die Wissenschaft sagt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; Wie kommt man vom verliebt sein zum Lieben?</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-wie-kommt-man-vom-verliebt-sein-zum-lieben.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2013 16:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.judmaier.com/?p=271</guid>

					<description><![CDATA[<p>Beziehungen beginnen oft mit einem Gefühl von Verliebtheit, das sich aber nach einiger Zeit legt.&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-wie-kommt-man-vom-verliebt-sein-zum-lieben.html">Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; Wie kommt man vom verliebt sein zum Lieben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Beziehungen beginnen oft mit einem Gefühl von Verliebtheit, das sich aber nach einiger Zeit legt. Was sich daraufhin aber nicht automatisch einstellt ist das Gefühl der Liebe. Liebe ist eine inner Haltung, eine Einstellung zu jemandem. Liebe beinhaltet auch den Anderen so zu nehmen wie er ist und selbst das Beste zu geben um die Beziehung zu entwickeln.</p>

<p>Um den Übergang vom verliebt sein zur Liebe gut zu schaffen macht man sich am besten gleich von Anfang an klar, dass die Verliebtheit nicht ewig hält. Wenn die Schmetterlinge im Bauch langsam verschwinden ist das nicht das Ende sondern eher der Anfang von der Beziehung, die es zu entwickeln gilt. Ab diesem Moment geht es um die eigene Bereitschaft, und die des Partners, den anderen so zu nehmen wie er ist und gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten.</p>

<h2>Was im Gehirn passiert, wenn wir uns verlieben</h2>

<p>Verliebtheit ist kein Zufall und auch keine Schwäche. Sie ist ein neurologischer Ausnahmezustand. In der frühen Phase einer Beziehung schüttet das Gehirn große Mengen an Dopamin, Noradrenalin und Serotonin aus. Das Ergebnis: Alles fühlt sich intensiver an, der andere Mensch erscheint nahezu perfekt, Schlafmangel stört nicht, Fehler fallen kaum auf. Forscher beschreiben diesen Zustand als dem Rausch einer Sucht nicht unähnlich.</p>

<p>Das klingt ernüchternd, ist aber eigentlich befreiend. Denn wenn du weißt, dass dieser Zustand <strong>biologisch begrenzt</strong> ist, musst du nicht in Panik geraten, wenn er nachlässt. Es bedeutet nicht, dass du die falsche Person gewählt hast. Es bedeutet, dass dein Gehirn gerade aus dem Autopiloten aussteigt. Jetzt beginnt die eigentliche Frage: Was bleibt, wenn der Rausch sich legt? Genau diesen Unterschied beleuchtet der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-verliebt-sein-ist-nicht-gleich-lieben.html">Verliebt sein ist nicht gleich lieben</a>.</p>

<h2>Warum viele Paare genau hier scheitern</h2>

<p>Der häufigste Fehler, den ich in meiner Arbeit als Coach und Paartherapeut beobachte: Paare interpretieren das Ende der Verliebtheit als Signal, dass etwas falsch gelaufen ist. Die Begeisterung fehlt, der Partner wirkt plötzlich gewöhnlicher, Konflikte tauchen auf, die vorher unsichtbar waren. Und dann kommt der Gedanke: <strong>„Vielleicht ist er oder sie doch nicht der Richtige.&#8220;</strong></p>

<p>Was aber tatsächlich passiert ist, ist etwas anderes. Die Beziehung tritt in eine neue Phase ein, die mehr Bewusstheit verlangt. Wer in diesem Moment das Gefühl der Verliebtheit mit Liebe verwechselt hat, steht jetzt vor einer Leerstelle. Und wer keine Werkzeuge hat, um diese Phase aktiv zu gestalten, zieht entweder weiter zum nächsten Rausch oder erstarrt in Unzufriedenheit. Beides ist kein Weg, der trägt.</p>

<p>Wie sich Liebe in dieser neuen Phase entwickeln kann, beschreibt der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-liebe-entwickelt-sich-und-das-braucht-zeit.html">Liebe entwickelt sich und das braucht Zeit</a>.</p>

<p>Untersuchungen zu Paardynamiken, auf die sich auch Fachgesellschaften wie die <a href="https://www.awmf.org" rel="noopener" target="_blank">AWMF</a> in ihren Leitlinien beziehen, zeigen deutlich: Nicht die Intensität der Anfangsphase, sondern die Qualität der Kommunikation und die gemeinsame Konfliktfähigkeit entscheiden langfristig über den Bestand einer Partnerschaft.</p>

<h2>Was aktive Beziehungsarbeit für eine glückliche Partnerschaft bedeutet</h2>

<p>„An der Beziehung arbeiten&#8220; klingt anstrengend. Für viele Menschen klingt es auch nach Pflicht, nach Mühe, nach dem Gegenteil von Leichtigkeit. Aber aktive Beziehungsarbeit ist im Kern etwas anderes: Es ist die bewusste Entscheidung, den anderen Menschen wirklich zu sehen. Welche Voraussetzungen dafür grundlegend sind, beschreibt der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-drei-wichtige-voraussetzungen.html">Drei wichtige Voraussetzungen für eine glückliche Partnerschaft</a>.</p>

<p>Konkret bedeutet das zum Beispiel:</p>

<p><strong>Neugier statt Gewohnheit.</strong> Den Partner nicht als bekannte Größe abhaken, sondern echtes Interesse daran entwickeln, wie er sich gerade verändert, was ihn beschäftigt, was er braucht.</p>

<p><strong>Konflikte als Information nutzen.</strong> Streit ist kein Feind der Beziehung. Er zeigt, wo Bedürfnisse kollidieren. Wer lernt, Konflikte ohne Eskalation oder vollständigen Rückzug zu führen, baut Vertrauen auf, das weit stabiler ist als jeder Schmetterlingsmoment.</p>

<p><strong>Verantwortung für den eigenen Anteil übernehmen.</strong> In jeder Spannung steckt auch ein Teil von dir. Die Frage „Was bringe ich in diese Dynamik ein?&#8220; ist unbequem, aber sie ist der entscheidende Hebel für echte Veränderung.</p>

<p><strong>Gemeinsame Zeit bewusst gestalten.</strong> Nicht Quantität, sondern Qualität. Abende, in denen beide physisch anwesend aber geistig woanders sind, nähren keine Verbindung. Momente echter Präsenz dagegen sehr wohl.</p>

<h2>Wann Paartherapie der sinnvolle nächste Schritt ist</h2>

<p>Es gibt Phasen in einer Beziehung, in denen der gute Wille alleine nicht mehr reicht. Nicht weil die Beziehung gescheitert ist, sondern weil bestimmte Muster so tief verankert sind, dass sie sich ohne externe Unterstützung kaum verschieben lassen. Das ist keine Niederlage. Das ist Realismus.</p>

<p>Paartherapie ist sinnvoll, wenn Gespräche zwischen euch immer wieder an denselben Punkten enden, wenn sich einer oder beide innerlich schon längst zurückgezogen haben, wenn Vertrauen erschüttert wurde, oder wenn ihr schlicht nicht mehr wisst, wie ihr miteinander reden sollt, ohne dass es eskaliert oder im Nichts verläuft.</p>

<p>In der <a href="https://www.judmaier.com/paartherapie">Paartherapie Wien</a> arbeite ich mit Paaren daran, diese Muster sichtbar zu machen und konkrete Wege zu entwickeln, wie Kommunikation, Nähe und gegenseitiger Respekt wieder wachsen können. Nicht als romantische Idealvorstellung, sondern als gelebte Realität zwischen zwei Menschen, die füreinander da sein wollen.</p>

<p><strong>Vom Verliebtsein zur Liebe</strong> ist kein automatischer Übergang. Es ist eine Entscheidung, die immer wieder neu getroffen wird. Und genau das macht sie so wertvoll.</p>

<section id="faq">
<h2>Häufige Fragen</h2>

<h3>Wie lange dauert die Phase der Verliebtheit typischerweise?</h3>
<p>Die intensive neurologische Verliebtheitsphase ist biologisch begrenzt und lässt in der Regel nach einigen Monaten bis etwa zwei Jahren nach. Das ist kein Zeichen dafür, dass die Beziehung falsch ist, sondern ein natürlicher Übergang.</p>

<h3>Was passiert im Gehirn, wenn die Verliebtheit nachlässt?</h3>
<p>Das Gehirn verlässt den neurologischen Ausnahmezustand der Anfangsphase und kehrt in einen ausgeglicheneren Zustand zurück. Die Beziehung tritt in eine Phase ein, die mehr bewusste Aufmerksamkeit verlangt statt automatischer Euphorie.</p>

<h3>Was bedeutet aktive Beziehungsarbeit konkret?</h3>
<p>Dazu gehören Neugier statt Gewohnheit, Konflikte als Information statt als Bedrohung zu nutzen, Verantwortung für den eigenen Anteil zu übernehmen und gemeinsame Zeit bewusst statt beiläufig zu gestalten.</p>

<h3>Wann ist Paartherapie der sinnvolle nächste Schritt?</h3>
<p>Wenn Gespräche immer wieder an denselben Punkten enden, wenn sich einer oder beide zurückziehen oder wenn guter Wille allein nicht mehr reicht, um wiederkehrende Muster zu durchbrechen.</p>
</section>

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "FAQPage",
  "mainEntity": [
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Wie lange dauert die Phase der Verliebtheit typischerweise?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Die intensive neurologische Verliebtheitsphase ist biologisch begrenzt und lässt in der Regel nach einigen Monaten bis etwa zwei Jahren nach. Das ist kein Zeichen dafür, dass die Beziehung falsch ist, sondern ein natürlicher Übergang."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Was passiert im Gehirn, wenn die Verliebtheit nachlässt?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Das Gehirn verlässt den neurologischen Ausnahmezustand der Anfangsphase und kehrt in einen ausgeglicheneren Zustand zurück. Die Beziehung tritt in eine Phase ein, die mehr bewusste Aufmerksamkeit verlangt statt automatischer Euphorie."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Was bedeutet aktive Beziehungsarbeit konkret?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Dazu gehören Neugier statt Gewohnheit, Konflikte als Information statt als Bedrohung zu nutzen, Verantwortung für den eigenen Anteil zu übernehmen und gemeinsame Zeit bewusst statt beiläufig zu gestalten."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Wann ist Paartherapie der sinnvolle nächste Schritt?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Wenn Gespräche immer wieder an denselben Punkten enden, wenn sich einer oder beide zurückziehen oder wenn guter Wille allein nicht mehr reicht, um wiederkehrende Muster zu durchbrechen."
      }
    }
  ]
}
</script>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-wie-kommt-man-vom-verliebt-sein-zum-lieben.html">Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; Wie kommt man vom verliebt sein zum Lieben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; Liebe entwickelt sich und das braucht Zeit</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-liebe-entwickelt-sich-und-das-braucht-zeit.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2013 10:57:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.judmaier.com/?p=265</guid>

					<description><![CDATA[<p>Liebe entwickeln in der Beziehung – wie sie wächst und was sie trägt In einer&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-liebe-entwickelt-sich-und-das-braucht-zeit.html">Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; Liebe entwickelt sich und das braucht Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[

<h2>Liebe entwickeln in der Beziehung – wie sie wächst und was sie trägt</h2>

<p>In einer Partnerschaft entwickelt sich Liebe im Wahrnehmen des Partners so wie dieser oder diese wirklich ist und das braucht Zeit. Ein vorangegangenes verliebt sein ist dafür keine zwingende Voraussetzung. Man lernt einander lieben. Liebe kann dann gut wachsen wenn einige Faktoren erfüllt sind: keine Ideale, eigene Bedürfnisse und die des Partners anerkennen. Wichtige Faktoren: Kommunikation, gemeinsame Erfahrungen, Respekt, Konfliktlösung, Selbstreflexion.</p>

<h2>Warum Liebe kein Zustand ist, sondern ein Prozess</h2>

<p>In meiner Arbeit als Coach und Paartherapeut höre ich oft den Satz: „Wir haben uns auseinandergelebt.&#8220; Was die meisten damit meinen, ist: Wir haben aufgehört, aktiv füreinander zu wachsen. <strong>Liebe entwickeln in der Beziehung</strong> bedeutet nicht, auf ein Gefühl zu warten. Es bedeutet, täglich kleine Entscheidungen zu treffen – hinzuschauen, zuzuhören, präsent zu sein. Das klingt schlicht. Es ist aber alles andere als selbstverständlich.</p>

<p>Verliebtsein ist ein Anfang, kein Fundament. Das Fundament baut man. Und dafür braucht es konkrete Haltungen und Fähigkeiten, die sich üben lassen. Die Forschung zu Paardynamiken – unter anderem durch Leitlinien der <a href="https://www.awmf.org" rel="noopener" target="_blank">AWMF</a> gestützt – zeigt klar: Beziehungsqualität ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von erlernbaren Mustern.</p>

<h2>Die zentralen Faktoren – mit Blick auf den Alltag</h2>

<h3>Nähe im Alltag: Kommunikation und gemeinsame Erfahrungen</h3>

<ul>
  <li>
    <strong>Kommunikation:</strong> Gemeint ist nicht das tägliche Koordinieren von Terminen. Gemeint ist das echte Gespräch. Was beschäftigt dich gerade wirklich? Was brauchst du, das du noch nicht ausgesprochen hast? Ein konkretes Beispiel aus dem Coaching: Ein Paar, das seit Jahren jeden Abend zusammen verbringt, aber nie über persönliche Ängste spricht – das ist Nähe ohne Verbindung. Kommunikation bedeutet, sich zeigen zu dürfen, auch wenn es unangenehm ist.
  </li>
  <li>
    <strong>Gemeinsame Erfahrungen:</strong> Erinnerungen schweißen zusammen – aber nur, wenn sie bewusst geteilt werden. Ein gemeinsamer Urlaub, der schweigend abgesessen wird, verbindet weniger als ein Abend, an dem ihr etwas Neues ausprobiert und darüber lacht. In der Praxis empfehle ich Paaren gezielt: Schafft neue Situationen. Geht klettern, kocht ein unbekanntes Rezept, besucht eine Ausstellung, die keiner von euch kennt. <strong>Neue Erfahrungen schaffen neue Gesprächsthemen</strong> – und neue Bilder voneinander.
  </li>
</ul>

<h3>Tieferliegende Faktoren: Respekt, Konflikt und Selbstreflexion</h3>

<ul>
  <li>
    <strong>Respekt:</strong> Respekt zeigt sich nicht in großen Gesten, sondern darin, wie ihr miteinander sprecht, wenn ihr müde seid. Oder wenn ihr unterschiedlicher Meinung seid. Wer den Partner vor anderen lächerlich macht oder Kritik als Waffe einsetzt, untergräbt langfristig die Basis jeder Zuneigung. Respekt bedeutet auch: Ich nehme deine Realität ernst, auch wenn sie sich von meiner unterscheidet.
  </li>
  <li>
    <strong>Konfliktlösung:</strong> Paare, die nie streiten, lösen keine Konflikte – sie verschieben sie. Im Coaching arbeite ich häufig mit Paaren, die gelernt haben, Konflikte zu umschiffen, bis der Druck zu groß wird. Ein hilfreicher Ansatz: Streitet über das, was wirklich zählt, nicht über das, was an der Oberfläche sichtbar ist. Hinter dem Streit über Haushaltsaufgaben steckt oft das Thema Fairness oder Wertschätzung. <strong>Wer lernt, auf dieser Ebene zu sprechen, löst echte Konflikte.</strong>
  </li>
  <li>
    <strong>Selbstreflexion:</strong> Liebe entwickeln in der Beziehung gelingt nur, wenn beide bereit sind, sich selbst zu betrachten. Was bringe ich in diese Beziehung mit? Welche Muster aus der Vergangenheit steuern mich, ohne dass ich es merke? Diese Fragen sind keine Schwäche – sie sind die Voraussetzung für Veränderung. Wer sich selbst kennt, kann dem Partner wirklich begegnen.
  </li>
</ul>

<h2>Keine Ideale – der unterschätzte Schlüssel</h2>

<p>Ein Faktor verdient besondere Aufmerksamkeit: das Loslassen von Idealvorstellungen. Viele Menschen tragen ein inneres Bild davon mit sich, wie der perfekte Partner sein sollte. Dieses Bild stammt aus Filmen, aus der Kindheit, aus vergangenen Beziehungen. Und es verhindert, den echten Menschen vor einem wirklich zu sehen.</p>

<p><strong>Der Partner ist nicht das Projekt, das du vervollständigst.</strong> Er oder sie ist eine eigenständige Person mit eigenen Widersprüchen. Wenn du anfängst, diese Widersprüche nicht als Mangel, sondern als Teil des Menschen zu sehen – dann beginnt echte Liebe.</p>

<h2>Was bedeutet das für deine Beziehung konkret?</h2>

<p>Wenn du merkst, dass die Verbindung zu deinem Partner flacher wird, dass ihr nebeneinanderher lebt statt miteinander – dann ist das kein Urteil. Es ist eine Einladung, hinzuschauen. Manchmal reicht ein ehrliches Gespräch. Manchmal braucht es professionelle Begleitung, um eingefahrene Muster zu unterbrechen und neue Wege zu finden.</p>

<p>In der <a href="https://www.judmaier.com/paartherapie">Paartherapie Wien</a> arbeite ich mit Paaren genau an diesen Themen – nicht mit fertigen Antworten, sondern mit dem Prozess selbst. Es geht darum, wieder in echten Kontakt zu kommen – mit sich selbst und miteinander.</p>



<section id="faq">
<h2>Häufige Fragen</h2>

<h3>Warum ist Verliebtsein allein keine Garantie für eine glückliche Beziehung?</h3>
<p>Verliebtsein ist ein Anfang, aber kein Fundament. Das Fundament einer Beziehung entsteht erst durch erlernbare Faktoren wie Kommunikation, gemeinsame Erfahrungen, Respekt, Konfliktlösung und Selbstreflexion.</p>

<h3>Welche Faktoren helfen dabei, Liebe in einer Beziehung wachsen zu lassen?</h3>
<p>Vor allem echte Kommunikation und bewusst geteilte gemeinsame Erfahrungen im Alltag, dazu tieferliegende Faktoren wie Respekt, konstruktive Konfliktlösung und die Bereitschaft zur Selbstreflexion.</p>

<h3>Warum ist das Loslassen von Idealvorstellungen so wichtig?</h3>
<p>Viele Menschen tragen ein inneres Bild vom perfekten Partner mit sich, geprägt durch Filme, Kindheit oder frühere Beziehungen. Dieses Bild verhindert, den echten Menschen gegenüber wirklich wahrzunehmen – echte Liebe beginnt erst, wenn man die Widersprüche des anderen als Teil der Person akzeptiert statt als Mangel.</p>

<h3>Wann sollte man sich professionelle Unterstützung für die Beziehung holen?</h3>
<p>Wenn die Verbindung zum Partner flacher wird oder man nebeneinanderher statt miteinander lebt. Manchmal reicht ein ehrliches Gespräch, manchmal hilft professionelle Begleitung in der Paartherapie, um eingefahrene Muster zu unterbrechen.</p>
</section>

<script type="application/ld+json">{"@context":"https://schema.org","@type":"FAQPage","mainEntity":[{"@type":"Question","name":"Warum ist Verliebtsein allein keine Garantie für eine glückliche Beziehung?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Verliebtsein ist ein Anfang, aber kein Fundament. Das Fundament einer Beziehung entsteht erst durch erlernbare Faktoren wie Kommunikation, gemeinsame Erfahrungen, Respekt, Konfliktlösung und Selbstreflexion."}},{"@type":"Question","name":"Welche Faktoren helfen dabei, Liebe in einer Beziehung wachsen zu lassen?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Vor allem echte Kommunikation und bewusst geteilte gemeinsame Erfahrungen im Alltag, dazu tieferliegende Faktoren wie Respekt, konstruktive Konfliktlösung und die Bereitschaft zur Selbstreflexion."}},{"@type":"Question","name":"Warum ist das Loslassen von Idealvorstellungen so wichtig?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Viele Menschen tragen ein inneres Bild vom perfekten Partner mit sich, geprägt durch Filme, Kindheit oder frühere Beziehungen. Dieses Bild verhindert, den echten Menschen gegenüber wirklich wahrzunehmen – echte Liebe beginnt erst, wenn man die Widersprüche des anderen als Teil der Person akzeptiert statt als Mangel."}},{"@type":"Question","name":"Wann sollte man sich professionelle Unterstützung für die Beziehung holen?","acceptedAnswer":{"@type":"Answer","text":"Wenn die Verbindung zum Partner flacher wird oder man nebeneinanderher statt miteinander lebt. Manchmal reicht ein ehrliches Gespräch, manchmal hilft professionelle Begleitung in der Paartherapie, um eingefahrene Muster zu unterbrechen."}}]}</script><p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-liebe-entwickelt-sich-und-das-braucht-zeit.html">Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; Liebe entwickelt sich und das braucht Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; verliebt sein ist nicht gleich lieben</title>
		<link>https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-verliebt-sein-ist-nicht-gleich-lieben.html</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tobias Judmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2013 08:25:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Paarberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.judmaier.com/?p=262</guid>

					<description><![CDATA[<p>Verliebt sein ist nicht gleich lieben – beides sind unterschiedliche Dinge. Verliebt sein führt vor&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-verliebt-sein-ist-nicht-gleich-lieben.html">Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; verliebt sein ist nicht gleich lieben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Verliebt sein ist nicht gleich lieben – beides sind unterschiedliche Dinge. Verliebt sein führt vor allem nicht automatisch zu Liebe. Der wohl größte Unterschied besteht darin dass verliebt sein etwas ist was uns passiert. Liebe hingegen ist ein Werk, etwas was sich im Laufe der Zeit durch unser Mitwirken entwickelt.</p>

<p>Ist man verliebt erlebt man den anderen nur positiv. Es ist ein euphorisches Erleben, fast einem Rausch ähnlich. Unsere Gedanken kreisen nur noch um den Anderen und unser Verhalten wird von Außen nicht mehr als normal wahrgenommen.</p>

<p>Der Zustand der Verliebtheit suggeriert uns oft die Illusion, dass der Partner perfekt zu uns passt. Wir sehen nur die Übereinstimmungen, nicht aber die Unterschiede.</p>

<p>Natürlich lässt der euphorische Effekt nach einiger Zeit nach und man kommt in eine Phase des Erwachens in der der Partner mit anderen Augen gesehen wird. Der Partner entspricht nicht mehr dem konstruierten Wunschbild und Enttäuschungen können auftreten. Spätestens jetzt lohnt es sich an der Beziehung zu arbeiten, will man diese entwickeln.</p>

<h2>Was Liebe aktiv bedeutet – Verliebt sein versus Lieben</h2>

<p>Das Thema <strong>Verliebt sein versus Lieben</strong> ist kein philosophisches Gedankenspiel. Es hat ganz konkrete Auswirkungen darauf, wie Paare miteinander umgehen – und ob eine Beziehung langfristig trägt. Liebe ist keine Emotion, die einfach da ist oder nicht. Sie ist eine Entscheidung, die täglich neu getroffen wird. Welche Voraussetzungen dafür entscheidend sind, beschreibt der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-drei-wichtige-voraussetzungen.html">Drei wichtige Voraussetzungen für eine glückliche Partnerschaft</a>.</p>

<p>Was bedeutet das konkret? Liebe zeigt sich nicht in großen Gesten, sondern im Kleinen. Sie zeigt sich darin, wie man miteinander spricht, wenn man müde ist. Wie man reagiert, wenn der andere einen enttäuscht. Ob man bereit ist, die Perspektive des anderen wirklich einzunehmen – auch dann, wenn sie unbequem ist.</p>

<p>Aktiv lieben heißt unter anderem:</p>

<ul>
<li><strong>Präsenz zeigen</strong> – wirklich zuhören, nicht nur warten bis man selbst reden kann</li>
<li><strong>Konflikte aushalten</strong> – Spannungen nicht vermeiden, sondern als Teil der Beziehung begreifen</li>
<li><strong>Verantwortung übernehmen</strong> – für das eigene Verhalten, die eigenen Reaktionen, die eigenen Muster</li>
<li><strong>Den anderen wachsen lassen</strong> – ohne Kontrolle, ohne Angst, ohne ständige Absicherung</li>
<li><strong>Verletzlichkeit zulassen</strong> – das eigene Innenleben zeigen, ohne zu wissen wie es aufgenommen wird</li>
</ul>

<p>Das klingt einfach. Es ist es nicht. Denn all das setzt voraus, dass man mit sich selbst in einem gewissen Kontakt ist. Wer die eigenen Bedürfnisse nicht kennt, kann sie auch nicht kommunizieren. Wer alte Verletzungen nicht verarbeitet hat, wird sie früher oder später in die Beziehung hineintragen.</p>

<h2>Warum der Übergang oft scheitert</h2>

<p>Die Phase nach der Verliebtheit ist der kritischste Moment in einer Beziehung. Neurobiologisch gesehen ist das gut dokumentiert: Die intensive Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin flacht ab, das Gehirn kehrt in einen Normalzustand zurück. Was bleibt, ist der Mensch – mit allen Ecken, Kanten und Widersprüchen. Forschungsgesellschaften wie die <a href="https://www.awmf.org" rel="noopener" target="_blank">AWMF</a> befassen sich unter anderem mit den psychologischen und neurobiologischen Grundlagen solcher Übergangsphasen.</p>

<p>Viele Paare scheitern an diesem Übergang, weil sie ein grundlegendes Missverständnis mitbringen: Sie glauben, dass die Intensität der Verliebtheit der Maßstab für eine gute Beziehung ist. Wenn das Kribbeln nachlässt, interpretieren sie das als Zeichen, dass etwas nicht stimmt – oder schlimmer noch, dass sie den falschen Menschen gewählt haben.</p>

<p>Das führt zu einem bekannten Muster: Man sucht das nächste aufregende Gefühl, statt in die bestehende Beziehung zu investieren. Oder man bleibt zwar zusammen, aber innerlich zieht man sich zurück. Nähe wird vermieden, weil echte Nähe Verletzlichkeit bedeutet – und Verletzlichkeit beängstigend ist.</p>

<p>Wie sich echte Liebe stattdessen entwickeln kann – und warum das Zeit braucht, zeigt der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-liebe-entwickelt-sich-und-das-braucht-zeit.html">Liebe entwickelt sich und das braucht Zeit</a>.</p>

<p>Hinzu kommen unausgesprochene Erwartungen. In der Verliebtheit wurden diese nie geprüft, weil alles durch die rosarote Brille gesehen wurde. Jetzt, im Alltag, prallen unterschiedliche Vorstellungen von Nähe, Freiheit, Familie, Geld oder Sexualität aufeinander. Wer nicht gelernt hat, darüber zu sprechen, wird schweigen – und Schweigen kostet langfristig mehr als jedes schwierige Gespräch.</p>

<h2>Die Coaching-Perspektive: Verliebt sein versus Lieben bewusst gestalten</h2>

<p>In meiner Arbeit als Life &#038; Business Coach und Paartherapeut in Wien erlebe ich regelmäßig, dass Paare erst dann Unterstützung suchen, wenn es bereits brennt. Das ist verständlich, aber schade – denn vieles wäre leichter zu klären, wenn man früher hinschaut.</p>

<p>Was ich in der Begleitung von Paaren immer wieder beobachte: <strong>Der eigentliche Konflikt liegt selten dort, wo er vermutet wird.</strong> Wer sich über Haushaltsaufgaben streitet, streitet meistens über Anerkennung. Wer über zu wenig Sex klagt, spricht oft über mangelnde emotionale Verbindung. Die Oberfläche und der Kern sind zwei verschiedene Ebenen – und beide brauchen Aufmerksamkeit.</p>

<p>Coaching und Paartherapie sind dabei keine Reparaturwerkstätte für kaputte Beziehungen. Sie sind ein Raum, in dem Paare lernen, wieder miteinander zu sprechen – ehrlich, ohne Angriff, ohne Rückzug. Ein Raum, in dem jeder Einzelne auch auf sich selbst schaut: Welche</p>
<p>Wenn Sie mehr über die Arbeit an Ihrer Beziehung erfahren möchten: <a href="https://www.judmaier.com/paartherapie">Paartherapie Wien</a> oder <a href="https://www.judmaier.com/life-coaching">Life Coaching Wien</a>.</p>

<section id="faq">
<h2>Häufige Fragen</h2>

<h3>Was ist der Unterschied zwischen Verliebtsein und Lieben?</h3>
<p>Verliebtsein ist ein euphorischer, meist unwillkürlicher Zustand, geprägt von einer starken Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin. Lieben dagegen ist eine aktive Entscheidung und tägliche Handlung – sie bleibt bestehen, auch wenn die Verliebtheit nachlässt.</p>

<h3>Warum lässt das Verliebtheitsgefühl mit der Zeit nach?</h3>
<p>Das ist neurobiologisch bedingt: Die intensive Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin aus der Anfangsphase flacht natürlicherweise ab. Das ist kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft, sondern ein normaler Übergang in eine tiefere Bindungsphase.</p>

<h3>Warum scheitern viele Paare genau in dieser Übergangsphase?</h3>
<p>Weil sie das Nachlassen der Euphorie fälschlich als Warnsignal deuten statt als natürlichen Prozess. Statt aktiv in die Beziehung zu investieren, ziehen sie sich zurück oder suchen das nächste aufregende Gefühl.</p>

<h3>Wie kann man aktiv lieben lernen?</h3>
<p>Aktiv lieben bedeutet, dem anderen wirklich zuzuhören, Verletzlichkeit zuzulassen und die Beziehung täglich neu zu wählen, statt auf das anfängliche Gefühl zu warten. Coaching und Paartherapie können dabei helfen, eingefahrene Muster zu erkennen.</p>
</section>

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "FAQPage",
  "mainEntity": [
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Was ist der Unterschied zwischen Verliebtsein und Lieben?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Verliebtsein ist ein euphorischer, meist unwillkürlicher Zustand, geprägt von einer starken Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin. Lieben dagegen ist eine aktive Entscheidung und tägliche Handlung – sie bleibt bestehen, auch wenn die Verliebtheit nachlässt."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Warum lässt das Verliebtheitsgefühl mit der Zeit nach?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Das ist neurobiologisch bedingt: Die intensive Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin aus der Anfangsphase flacht natürlicherweise ab. Das ist kein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft, sondern ein normaler Übergang in eine tiefere Bindungsphase."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Warum scheitern viele Paare genau in dieser Übergangsphase?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Weil sie das Nachlassen der Euphorie fälschlich als Warnsignal deuten statt als natürlichen Prozess. Statt aktiv in die Beziehung zu investieren, ziehen sie sich zurück oder suchen das nächste aufregende Gefühl."
      }
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Wie kann man aktiv lieben lernen?",
      "acceptedAnswer": {
        "@type": "Answer",
        "text": "Aktiv lieben bedeutet, dem anderen wirklich zuzuhören, Verletzlichkeit zuzulassen und die Beziehung täglich neu zu wählen, statt auf das anfängliche Gefühl zu warten. Coaching und Paartherapie können dabei helfen, eingefahrene Muster zu erkennen."
      }
    }
  ]
}
</script>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.judmaier.com/coaching-blog/thema-gluckliche-partnerschaft-verliebt-sein-ist-nicht-gleich-lieben.html">Thema: Glückliche Partnerschaft &#8211; verliebt sein ist nicht gleich lieben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.judmaier.com">Tobias Judmaier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
